Der Begriff Cargo stammt aus dem Englischen sowie Spanischen (von „cargar“ = laden) und ist der internationale Fachausdruck für Ladung, Frachtgut oder Transportware. In der globalen Logistik bezeichnet Cargo alle Güter, die gewerblich mit Transportmitteln wie Schiffen, Flugzeugen, Lkw oder Güterzügen von einem Absender zu einem Empfänger befördert werden.
Während im deutschsprachigen Raum oft synonym von „Fracht“ gesprochen wird, beschreibt Cargo in der modernen Transportkette spezifisch das physische Gut während des Transports, unabhängig von seiner Beschaffenheit oder dem gewählten Verkehrsträger.
Der weltweite Transport über Seewege. Ideal für schwere Massengüter und globale ISO-Containerketten.
Luftfracht für besonders zeitkritische, wertvolle oder verderbliche Güter im globalen Expressnetzwerk.
Der Straßengüter- und Schienentransport. Unverzichtbar für die Feinverteilung und den "Letzte-Meile"-Umschlag.
In der täglichen Praxis verschwimmen die Begriffe oft. Dennoch gibt es im internationalen Handelsrecht (Incoterms) und im englischen Sprachgebrauch feine, aber essenzielle Unterschiede, die Disponenten und Logistiker kennen müssen:
| Begriff | Hintergrund & Fokus | Typische Anwendung |
|---|---|---|
| Cargo | Fokus liegt rein auf der physischen Ware an Bord von Seeschiffen oder Flugzeugen. | Luftfrachtbrief (AWB), Seefrachtbrief. |
| Freight | Bezieht sich primär auf den Landtransport (Lkw/Bahn) ODER die finanziellen Frachtkosten ("Freight Charges"). | Speditionsrechnungen, Straßengüterverkehr. |
| Fracht (DE) | Der deutsche Oberbegriff. Kann sowohl das Ladegut als auch das Entgelt für die Beförderung meinen. | Deutsches Handelsgesetzbuch (HGB). |
Je nach Transportanforderung, Verpackungsart und Gewicht teilen Speditionen Cargo in zwei Hauptkategorien ein:
Hierzu zählen alle Güter, die einzeln gezählt, verpackt und umgeschlagen werden können. Typische Beispiele sind Kisten, Fässer, Maschinenbauteile oder palettierte Ware (Stückgutversand). Der Großteil des modernen General Cargo wird heute standardisiert in Containern (TEU) transportiert, um Intermodalität zu garantieren.
Bulk Cargo bezeichnet unverpackte Massengüter, die lose direkt in den Laderaum eines Schiffes oder Waggons gefüllt werden. Man unterscheidet:
Im internationalen Cargo-Verkehr greifen je nach Transportmittel unterschiedliche gesetzliche Haftungsgrenzen (z.B. die Warschauer / Montrealer Übereinkommen im Luftverkehr oder die Haager Regeln in der Seeschifffahrt). Da die gesetzliche Erstattung im Schadensfall meist pro Kilogramm berechnet wird und selten den realen Warenwert deckt, empfiehlt sich bei wertvollem General Cargo stets der Abschluss einer separaten Transportversicherung.
Ein Cargo-Flugzeug (auch Frachtflugzeug genannt) ist speziell für den Transport von Gütern statt Passagieren konstruiert. Es besitzt keine Sitze, dafür jedoch ein verstärktes Hauptdeck, Rollensysteme im Boden zur schnellen Containerbewegung sowie oft eine hochklappbare Flugzeugnase ("Nose Loader"), um übergroßes Cargo direkt laden zu können.
Im intermodalen Transport wechselt das Cargo während der Reise das Transportmittel (z. B. vom Seeschiff auf die Schiene und danach auf den Lkw), verbleibt dabei jedoch durchgehend im selben Transportbehälter (meist ein ISO-Container). Das spart Zeit und schützt das Frachtgut vor Diebstahl und Beschädigung.
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Typische Begriffe, die im Kontext von Cargo verwendet werden, sind: CMR-Frachtbrief, Kabotage, Gitterbox, Palettenversand und Proof of delivery