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CPT Incoterm: Definition und Beispiele

Was bedeutet CPT Incoterm?

Der Incoterm CPT steht für „Carriage Paid To“ (auf Deutsch: „Frachtfrei bis“). Er gehört zu den von der Internationalen Handelskammer (ICC) definierten Klauseln für den internationalen Außenhandel. Das Besondere am CPT Incoterm ist, dass er für jede Transportart angewendet werden kann – egal ob Straßenfracht, Luftfracht, Seefracht oder den kombinierten intermodalen Verkehr.

Beim CPT-Versand trägt der Verkäufer die Kosten für den Transport der Ware bis zum benannten Bestimmungsort. Der kritische Punkt (und die häufigste Fehlerquelle): Der **Risiko- und Gefahrenübergang** erfolgt bereits viel früher, nämlich sobald die Ware an den ersten Frachtführer übergeben wird.

Der CPT-Ablauf im visuellen Überblick

Da beim CPT Incoterm der Ort des Kostenübergangs und der Ort des Risikoübergangs auseinanderfallen, ist eine präzise Trennung wichtig. Die folgende Übersicht visualisiert den exakten Ablauf:

🏭 ➡️ 🚚

1. Übergabe an 1. Frachtführer

Hier geht das RISIKO über! Sobald der Verkäufer die Ware an den ersten Spediteur übergibt, haftet der Käufer für Transportschäden.

✈️ / 🚢 / 🚛

2. Hauptlauf (Transport)

Der Verkäufer ZAHLT! Die Frachtkosten für den gesamten Hauptlauf bis zum vereinbarten Zielort werden vom Verkäufer getragen.

🏢 📥

3. Benannter Bestimmungsort

Ankunft der Ware. Die Frachtpflicht des Verkäufers endet hier. Die Entladung der Ware übernimmt standardmäßig der Käufer.

Kosten- und Pflichtenverteilung bei CPT

Um Missverständnisse im Kaufvertrag zu vermeiden, regeln die Incoterms 2020 die Pflichten von Exporteur (Verkäufer) und Importeur (Käufer) bis ins kleinste Detail:

Leistung / VerpflichtungWer trägt die Kosten?Wer trägt das Risiko?
Verpackung & ExportfreimachungVerkäuferVerkäufer
Laden auf das 1. TransportmittelVerkäuferVerkäufer
Haupttransport (z. B. Spedition / Flug)Verkäufer (frachtfrei)Käufer (ab Übergabe an Frachtführer)
TransportversicherungKeine Abschlusspflicht (optional Käufer)Käufer
Einfuhrzölle & ImportabfertigungKäuferKäufer
Entladung am BestimmungsortKäufer (sofern nicht im Frachtvertrag geregelt)Käufer

Unterschied zwischen CPT und CIP / FCA

Im internationalen Handelsrecht kommt es oft zur Verwechslung eng verwandter Klauseln. Folgende Abgrenzungen sind für Exporteure wichtig:

  • CPT vs. CIP: Bei beiden Klauseln bezahlt der Verkäufer die Fracht. Bei CIP (Carriage and Insurance Paid to) ist der Verkäufer jedoch *gesetzlich verpflichtet*, zusätzlich eine Transportversicherung zugunsten des Käufers abzuschließen. Bei CPT ist das reine Verhandlungssache.
  • CPT vs. FCA: Bei FCA (Free Carrier) enden sowohl die Kostenpflicht als auch das Risiko des Verkäufers genau im Moment der Übergabe an den Frachtführer. Der Käufer zahlt ab dort den gesamten Hauptlauf selbst.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum CPT Incoterm

Wann genau erfolgt der Gefahrenübergang bei CPT?

Der Gefahrenübergang erfolgt in dem Moment, in dem die Ware physisch an den allerersten Frachtführer (die Spedition) übergeben wurde. Befindet sich die Ware danach im Hauptlauf (z. B. auf dem Schiff oder im Flugzeug) und erleidet einen Schaden, trägt der Käufer das finanzielle Risiko.

Muss der Verkäufer bei CPT eine Versicherung abschließen?

Nein, unter den CPT-Bedingungen besteht für den Verkäufer keine Pflicht, eine Transportversicherung abzuschließen. Da das Risiko ab dem ersten Frachtführer beim Käufer liegt, liegt es im eigenen Interesse des Käufers, sich um eine entsprechende Transportversicherung zu kümmern.

Wer trägt die Kosten für die Zollabfertigung?

Der Verkäufer muss die Ware für den Export freimachen und die Exportzölle bezahlen. Die Abfertigung zur Einfuhr (Importzoll, Steuern und behördliche Genehmigungen im Zielland) liegen komplett im Aufgabenbereich des Käufers.

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