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EORI-Nummer erstellen – Leitfaden für Unternehmen

EORI-Nummer erstellen – Leitfaden für Unternehmen

Wer Waren aus einem Nicht-EU-Land importiert oder in ein Drittland exportiert, kommt an der EORI-Nummer nicht vorbei. Sie ist die zentrale Kennnummer für Zollvorgänge in der EU und wird bei Einfuhr, Ausfuhr, ATLAS-Anmeldungen, Speditionsaufträgen und der Kommunikation mit dem Zoll gebraucht.

Für Unternehmen ist das Thema oft erst dann akut, wenn eine Sendung bereits unterwegs ist. Dann wird es schnell unangenehm: Ohne gültige EORI-Nummer kann sich die Zollabfertigung verzögern oder komplett stoppen. Besser ist es, die Nummer frühzeitig zu beantragen – kostenlos, sauber vorbereitet und mit den richtigen Stammdaten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die EORI-Nummer identifiziert Unternehmen bei Zollvorgängen innerhalb der EU.
  • Deutsche Unternehmen beantragen sie kostenlos über das Zoll-Portal oder per Formular 0870a bei der Generalzolldirektion.
  • Sie wird für Importe aus Drittländern und Exporte in Nicht-EU-Staaten benötigt.
  • Innergemeinschaftliche Lieferungen innerhalb der EU brauchen in der Regel keine EORI-Nummer.
  • Ab 01.10.2026 sollen EORI-Anträge und Stammdatenänderungen verpflichtend online über das Zoll-Portal laufen.

Was ist eine EORI-Nummer?

Die EORI-Nummer steht für „Economic Operators Registration and Identification number“. Sie dient der Registrierung und Identifizierung von Wirtschaftsbeteiligten bei Zollvorgängen. Der deutsche Zoll beschreibt sie als Identifikationsnummer für Unternehmen und andere Beteiligte, die mit der Zollverwaltung in Kontakt stehen. Quelle: Zoll.de zur EORI-Nummer

Kurz gesagt: Die EORI-Nummer ist die Zoll-ID Ihres Unternehmens.

Sie wird EU-weit nur einmal vergeben und bleibt dauerhaft bestehen, solange sich die grundlegenden Unternehmensdaten nicht ändern. Für deutsche Unternehmen beginnt sie mit dem Länderkennzeichen „DE“, gefolgt von einer mehrstelligen Nummer.

Beispiel:
DE123456789012345

Die EORI-Nummer ist keine Umsatzsteuer-ID, keine Steuernummer und keine Handelsregisternummer. Sie erfüllt einen eigenen Zweck: Sie ordnet Zollvorgänge eindeutig einem Unternehmen zu.

Wann brauche ich eine EORI-Nummer?

Eine EORI-Nummer wird benötigt, wenn ein Unternehmen Waren aus einem Nicht-EU-Land in die EU einführt oder Waren aus der EU in ein Drittland exportiert. Sie wird bei Zollanmeldungen, ATLAS-Vorgängen, Speditionsaufträgen und der Kommunikation mit dem Zoll verwendet. Ohne gültige EORI-Nummer kann eine zollpflichtige Sendung nicht ordnungsgemäß abgefertigt werden.

Wer muss eine EORI-Nummer beantragen?

Eine EORI-Nummer brauchen vor allem Unternehmen, die regelmäßig oder auch nur gelegentlich am grenzüberschreitenden Warenverkehr mit Drittländern teilnehmen. Dazu zählen nicht nur große Industriebetriebe. Auch kleine Onlinehändler, Start-ups, Ersatzteilhändler, Maschinenbauer oder Handelsunternehmen können betroffen sein.

Typische Fälle:

  • Import von Waren aus China, Großbritannien, den USA, der Schweiz oder der Türkei
  • Export von Waren in Nicht-EU-Länder
  • Versand von Ersatzteilen an Kunden außerhalb der EU
  • Einkauf von Produktionsmaterial aus Drittstaaten
  • Zollabwicklung über Spedition, Kurierdienst oder Zollvertreter
  • Nutzung von ATLAS oder Internetzollanmeldung
  • Beantragung zollrechtlicher Bewilligungen

Reine Lieferungen innerhalb der EU benötigen normalerweise keine EORI-Nummer, weil sie nicht als klassische Zollabwicklung gelten. Anders sieht es aus, wenn die Ware zwar über ein EU-Land läuft, aber zollrechtlich für ein Drittland bestimmt ist.

Für Unternehmen mit eiligen Sendungen ist das besonders relevant. Wer eine Direktfahrt für internationale Waren bucht, sollte die EORI-Nummer vorab bereithalten, wenn die Lieferung eine Zollabfertigung braucht.

Wo wird die EORI-Nummer beantragt?

Die EORI-Nummer wird immer im Land des Unternehmenssitzes beantragt. Für Unternehmen mit Sitz in Deutschland ist die Generalzolldirektion zuständig. Die Beantragung ist nach Angaben des Zolls kostenlos und kann über das Zoll-Portal oder über das Formular 0870a erfolgen. Quelle: Zoll.de zur Beantragung der EORI-Nummer

WegGeeignet fürHinweis
Zoll-PortalUnternehmen, die den Antrag digital stellen möchtenEmpfohlener Weg, besonders bei regelmäßigen Zollvorgängen
Formular 0870aUnternehmen, die den Antrag klassisch einreichenVersand per E-Mail, Post oder Fax möglich, solange der Zoll diesen Weg akzeptiert

Wichtig für die Planung: Der Zoll weist darauf hin, dass ab dem 01.10.2026 eine Onlineverpflichtung für EORI- und Niederlassungsnummern vorgesehen ist. Die entsprechenden Formulare sollen dann im Zoll-Portal im Bereich „EORI-Nr.-Verwaltung“ bereitstehen. Quelle: Zoll.de zur Onlineverpflichtung ab 01.10.2026

EORI-Nummer erstellen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Vorbereitung: Welche Daten werden benötigt?

Bevor Sie den Antrag starten, sollten die Unternehmensdaten sauber vorliegen. Fehler in Stammdaten führen oft zu Rückfragen. Das kostet Zeit – und bei laufenden Importen oder Exporten kann genau diese Zeit fehlen.

Benötigt werden in der Regel:

  • vollständiger Firmenname
  • Rechtsform
  • Unternehmensanschrift
  • Steuernummer oder Umsatzsteuer-ID
  • Handelsregisternummer, falls vorhanden
  • Ansprechpartner für Zollfragen
  • E-Mail-Adresse und Telefonnummer
  • Art der geplanten Zollvorgänge
  • Angaben zu Niederlassungen, falls relevant

Prüfen Sie Schreibweisen genau. Ein kleiner Unterschied zwischen Handelsregister, Steuernummer, Rechnungsadresse und Antrag kann später nerven. Gerade bei GmbH, UG, Einzelunternehmen oder Unternehmensgruppen lohnt sich ein genauer Blick.

Antrag über das Zoll-Portal stellen

Der digitale Antrag läuft über das Zoll-Portal. Für Unternehmen ist das meist der sauberste Weg, weil spätere Änderungen dort ebenfalls zentral verwaltet werden können. Nach dem Login wählen Sie die EORI-Verwaltung aus und starten den Antrag auf Erteilung einer EORI-Nummer.

Der Vorteil: Der Prozess ist geführt. Pflichtfelder, Datenabgleich und Rückfragen lassen sich strukturierter abwickeln als bei einem frei ausgefüllten PDF.

Das ist besonders praktisch, wenn Ihr Unternehmen häufiger internationale Transporte organisiert oder mit einem Kurierdienst für Geschäftskunden arbeitet.

Antrag per Formular 0870a einreichen

Alternativ ist die Beantragung über das Formular 0870a möglich. Der Zoll nennt ausdrücklich das Formular „Beteiligte – Stammdaten EORI-Nummer“ als Antragsformular. Quelle: Zoll.de Formulare ATLAS/EORI

Achten Sie dabei auf eine rechtsverbindliche Unterschrift. Wird der Antrag per E-Mail eingereicht, sollte das PDF vollständig, gut lesbar und nicht gesperrt sein. Unvollständige Formulare landen schnell in der Rückfrage.

Prüfung durch den Zoll

Nach dem Eingang prüft die Generalzolldirektion die Angaben. Dabei geht es unter anderem um Unternehmensidentität, steuerliche Registrierung, Anschrift und Vollständigkeit der Stammdaten.

Bei Unklarheiten meldet sich der Zoll beim angegebenen Ansprechpartner. Deshalb sollte diese Person erreichbar sein und wissen, worum es geht. Klingt banal, spart aber im Alltag viel Zeit.

Erhalt und Nutzung der EORI-Nummer

Nach erfolgreicher Prüfung erhält das Unternehmen seine EORI-Nummer. Die Bearbeitungszeit kann je nach Auslastung, Antragsweg und Vollständigkeit variieren. In der Praxis sollten Unternehmen die Nummer nicht erst am Tag der Zollabfertigung beantragen.

Sobald die EORI-Nummer vorliegt, sollte sie intern dort hinterlegt werden, wo Versand, Einkauf, Buchhaltung, Exportkontrolle oder Logistik damit arbeiten. Dazu gehören ERP-Systeme, Versandportale, Speditionsdaten, Zollvorlagen und Kundenstammdaten.

EORI-Nummer und ATLAS: Warum die Nummer in der Praxis so wichtig ist

ATLAS ist das elektronische Zollsystem in Deutschland. Dort wird die EORI-Nummer zur Identifizierung von Teilnehmern und Beteiligten verwendet. Der Zoll erklärt, dass sie im IT-Verfahren ATLAS als Teilnehmer- und Beteiligtenidentifikation genutzt wird. Quelle: Zoll.de zu EORI in ATLAS

Für Unternehmen bedeutet das: Die EORI-Nummer ist nicht nur ein formaler Eintrag. Sie ist ein technischer Schlüssel in der Zollabwicklung.

Sie taucht auf bei:

  • Ausfuhranmeldungen
  • Einfuhranmeldungen
  • Zollanmeldungen durch Speditionen
  • Versandverfahren
  • Zollrechtlichen Bewilligungen
  • Kommunikation mit Hauptzollämtern
  • ATLAS-Zugängen und Zollsystemen

Wer mit zeitkritischen Expresslieferungen arbeitet, sollte diesen Punkt ernst nehmen. Eine fehlende oder falsche EORI-Nummer kann aus einem planbaren Transport schnell einen stehenden Transport machen.

Häufige Fehler beim EORI-Antrag

Viele Verzögerungen entstehen nicht, weil der Antrag kompliziert wäre. Sie entstehen durch kleine Unsauberkeiten.

Typische Fehler sind:

  1. Falsche Unternehmensbezeichnung: Der Name muss zur offiziellen Registrierung passen. „Musterhandel“ ist nicht dasselbe wie „Musterhandel GmbH“.
  2. Veraltete Adresse: Wenn Handelsregister, Steuernummer und Antrag unterschiedliche Adressen zeigen, sind Rückfragen wahrscheinlich.
  3. Falscher Ansprechpartner: Der Zoll kontaktiert die im Antrag genannte Person. Ist diese nicht erreichbar, bleibt der Vorgang liegen.
  4. Verwechslung mit der Umsatzsteuer-ID: Die USt-ID ersetzt keine EORI-Nummer. Beide Nummern haben unterschiedliche Aufgaben.
  5. Zu späte Beantragung: Wer erst beantragt, wenn die Ware bereits am Zoll hängt, verliert wertvolle Zeit.
  6. Nicht gemeldete Stammdatenänderungen: Ändert sich die Firma, Rechtsform oder Anschrift, müssen die Daten aktualisiert werden.

EORI-Nummer ändern, deaktivieren oder Stammdaten aktualisieren

Eine EORI-Nummer bleibt in der Regel bestehen. Trotzdem müssen Stammdaten korrekt bleiben. Ändert sich etwas Grundlegendes, sollte das Unternehmen den Zoll informieren.

Meldepflichtige Änderungen können sein:

  • neuer Firmenname
  • neue Anschrift
  • neue Rechtsform
  • Umfirmierung
  • Verschmelzung oder Unternehmensübernahme
  • Geschäftsaufgabe
  • Änderung relevanter Kontaktpersonen

Der Zoll nennt für solche Fälle ebenfalls die EORI-Verwaltung und die passenden Formulare. In älteren Verfahren wurden Änderungen ebenfalls über den Vordruck 0870 abgewickelt. Quelle: Zoll.de Fragen und Antworten zur EORI-Nummer

Praxis-Tipp: Hinterlegen Sie intern einen festen Verantwortlichen für Zollstammdaten. Nicht irgendwo im Einkauf. Nicht „macht die Buchhaltung schon“. Eine klare Zuständigkeit verhindert, dass Änderungen liegenbleiben.

EORI-Nummer, Niederlassungsnummer und Unternehmensgruppen

Bei größeren Unternehmen kann zusätzlich eine Niederlassungsnummer relevant werden. Die EORI-Nummer identifiziert den Wirtschaftsbeteiligten. Niederlassungsnummern können genutzt werden, um einzelne Standorte, Werke oder Organisationseinheiten zu unterscheiden.

Das ist besonders interessant für Unternehmen mit mehreren Lagerstandorten, Werken oder Versandstellen. So lassen sich Zollprozesse sauberer zuordnen.

Beispiel:
Ein Maschinenbauer hat seinen Hauptsitz in Deutschland, ein Ersatzteillager in Bayern und ein Versandlager in Nordrhein-Westfalen. Die EORI-Nummer gehört zum Unternehmen. Für interne und zolltechnische Zuordnungen können Niederlassungsdaten helfen.

Warum die EORI-Nummer auch für kleine Unternehmen wichtig ist

Viele kleinere Unternehmen denken: „Zoll betrifft uns nicht.“ Das stimmt oft nur so lange, bis der erste internationale Auftrag kommt.

Typische Situationen:

  • Ein Online-Shop verkauft erstmals in die Schweiz.
  • Ein Handwerksbetrieb bestellt Spezialteile aus Großbritannien.
  • Ein Händler importiert Ware aus China.
  • Ein Maschinenbauer schickt ein Ersatzteil nach Norwegen.
  • Ein Unternehmen sendet Messegut in ein Nicht-EU-Land.

Deutschland ist stark in internationale Warenströme eingebunden. Das Statistische Bundesamt meldete für November 2025 allein im Handel mit Drittstaaten Warenexporte im Wert von 55,1 Milliarden Euro und Importe im Wert von 56,3 Milliarden Euro. Quelle: Destatis Außenhandel mit Nicht-EU-Staaten

Diese Zahlen zeigen: Drittlandsgeschäfte sind kein Randthema. Auch kleinere Betriebe hängen schnell mit drin – oft über Ersatzteile, Sonderanfertigungen, Onlinehandel oder Lieferketten.

Was passiert, wenn keine EORI-Nummer vorliegt?

Ohne EORI-Nummer kann die Zollabfertigung ins Stocken geraten. Die Ware steht dann nicht wegen des Fahrers, nicht wegen des Kurierdienstes und nicht wegen der Spedition. Sie steht, weil eine Pflichtangabe fehlt.

Mögliche Folgen:

  • Verzögerung bei der Einfuhr oder Ausfuhr
  • Rückfragen durch Spedition oder Zollvertreter
  • Standzeiten
  • verpasste Liefertermine
  • zusätzliche Kosten
  • unzufriedene Kunden
  • Stress im Einkauf oder Versand

Gerade bei Ersatzteilen, Produktionsmaterial oder Messegut kann ein Tag Verzögerung teuer werden. Für zeitkritische Transporte lohnt es sich deshalb, Zollunterlagen vor der Abholung zu prüfen. Das gilt besonders bei internationalen Speditionstransporten und Expresssendungen außerhalb der EU.

Checkliste: EORI-Nummer vor dem ersten Drittlandstransport prüfen

Vor dem ersten Import oder Export sollte diese Checkliste abgearbeitet werden:

  • Liegt eine gültige EORI-Nummer vor?
  • Stimmen Firmenname und Rechtsform?
  • Ist die aktuelle Anschrift hinterlegt?
  • Ist die Nummer im ERP- oder Versandsystem gespeichert?
  • Kennt die Spedition oder der Kurierdienst die EORI-Nummer?
  • Sind Handelsrechnung und Zollpapiere vollständig?
  • Ist klar, wer Zollfragen intern beantwortet?
  • Wurde geprüft, ob Ausfuhrgenehmigungen oder besondere Dokumente nötig sind?
  • Gibt es eine Vertretung, falls der Zoll Rückfragen stellt?

Diese Prüfung dauert wenige Minuten. Im Ernstfall spart sie Stunden oder sogar Tage.

EORI-Nummer und Logistik: Was Unternehmen DAGO Express mitteilen sollten

Wenn DAGO Express einen zollrelevanten Transport für Ihr Unternehmen organisiert, helfen vollständige Angaben bei der Planung. Je besser die Unterlagen vorbereitet sind, desto reibungsloser läuft die Abholung, Übergabe und Zollabwicklung.

Hilfreich sind:

  • EORI-Nummer des Versenders
  • EORI-Nummer des Empfängers, falls vorhanden
  • Handelsrechnung
  • Warenbeschreibung
  • Warenwert
  • Ursprungsland
  • Gewicht und Packmaß
  • Zolltarifnummer, falls bekannt
  • Kontaktdaten für Rückfragen

DAGO Express ersetzt keine Zollberatung. Wir unterstützen aber dabei, dass Transportdaten sauber weitergegeben werden und zeitkritische Sendungen nicht an vermeidbaren Formalitäten scheitern.

Offizielle Quellen zur EORI-Nummer

Für verbindliche Informationen sollten Unternehmen immer die offiziellen Zollseiten nutzen:

Fazit: EORI-Nummer früh beantragen, Zollstress vermeiden

Die EORI-Nummer ist für Unternehmen im internationalen Warenverkehr Pflicht, sobald Importe aus Drittländern oder Exporte in Nicht-EU-Staaten anstehen. Der Antrag ist kostenlos, aber er sollte nicht auf den letzten Drücker erfolgen.

Wer seine EORI-Nummer sauber beantragt, Stammdaten aktuell hält und die Nummer in Versand- und Zollprozessen hinterlegt, verhindert unnötige Verzögerungen. Das zahlt sich besonders bei Expresslieferungen, Ersatzteilen, Messegut und zeitkritischen Direktfahrten aus.

Wenn Sie internationale Sendungen planen, prüfen Sie die EORI-Nummer am besten vor der Buchung. So bleibt der Transport nicht an einer Formalität hängen, sondern kommt dort an, wo er gebraucht wird.

FAQ zur EORI-Nummer

Was ist eine EORI-Nummer?

Die EORI-Nummer ist eine EU-weite Identifikationsnummer für Unternehmen und andere Wirtschaftsbeteiligte bei Zollvorgängen. Sie wird bei Importen, Exporten, ATLAS-Anmeldungen und der Kommunikation mit Zollbehörden verwendet.

Wer muss eine EORI-Nummer beantragen?

Eine EORI-Nummer benötigen Unternehmen, die Waren aus Nicht-EU-Ländern importieren oder Waren in Drittstaaten exportieren. Dazu gehören Händler, Online-Shops, Hersteller, Speditionen, Logistikunternehmen und Unternehmen mit gelegentlichen Drittlandsgeschäften.

Wo kann man die EORI-Nummer beantragen?

Unternehmen mit Sitz in Deutschland beantragen die EORI-Nummer bei der Generalzolldirektion. Der Antrag kann über das Zoll-Portal oder über das Formular 0870a gestellt werden.

Kostet die Beantragung einer EORI-Nummer Geld?

Nein. Die Beantragung der EORI-Nummer ist bei der deutschen Zollverwaltung kostenlos. Kostenpflichtige Drittanbieter sind für den Antrag normalerweise nicht nötig.

Wie lange ist eine EORI-Nummer gültig?

Eine EORI-Nummer ist grundsätzlich dauerhaft gültig. Unternehmensdaten wie Firmenname, Anschrift oder Rechtsform müssen aber aktuell gehalten und bei Änderungen dem Zoll gemeldet werden.

Brauche ich eine EORI-Nummer für Lieferungen innerhalb der EU?

Für reine innergemeinschaftliche Lieferungen innerhalb der EU ist in der Regel keine EORI-Nummer erforderlich. Sie wird vor allem bei Zollvorgängen mit Drittländern benötigt.

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