Der Begriff Coilmulde (auch als Coilrinne bezeichnet) beschreibt eine spezielle, rinnenförmige Vertiefung im Boden eines Lkw-Aufliegers. Sie dient dem sicheren und fachgerechten Transport von sogenannten Coils – schweren, aufgewickelten Metallbändern (Stahlrollen oder Aluminium-Coils), die primär in der Automobilindustrie und im Metallbau benötigt werden.
Da Coils ein extremes Eigengewicht aufweisen (oft zwischen 10 und 30 Tonnen pro Rolle) und aufgrund ihrer runden Form eine hohe Rollneigung besitzen, stellt der Transport ohne Sonderausstattung ein massives Sicherheitsrisiko dar. Die Coilmulde bricht diese physikalische Dynamik, indem sie die Rundung der Rolle formschlüssig aufnimmt und fixiert.
Ein Standard-Planenauflieger (Tautliner/Mega) mit Coilmulde unterscheidet sich statisch erheblich von einem herkömmlichen Lkw. Das Chassis ist extrem verstärkt, um die enorme Punktlast der tonnenschweren Stahlrollen abzufangen.
Wird die Coilmulde für den Rücktransport oder für normale Palettenware gerade nicht benötigt, lässt sie sich durch passgenaue, hochstabile Abdeckplatten bündig verschließen. Der Auflieger ist dadurch sofort wieder als normaler Standard-Lkw nutzbar.
Typische Begriffe, die im Kontext der Coilmulde verwendet werden, sind: FTL, Innenlader, LTL, LKW Spedition und Sattelzug