Wer Felgen versenden möchte – ob privat oder gewerblich –, sollte einige wichtige Aspekte beachten. Eine falsche Verpackung, fehlerhafte Gewichtsangaben oder unvollständige Dokumentation können zu Schäden, Zusatzkosten oder sogar zum Verlust der Sendung führen.
Besonders bei hochwertigen Alu- oder Spezialfelgen ist Sorgfalt gefragt. In diesem Ratgeber erfahren Sie alles Wichtige rund um Verpackung, Maße, Versicherung und Versandoptionen – damit Ihre Felgen sicher und unbeschädigt ihr Ziel erreichen.
Das Wichtigste zum Felgen versenden in Kürze
- Stabile Verpackung: Verwenden Sie nur robuste Kartons mit umfassender Polsterung.
- Maße & Gewicht: Maximal 31,5 kg pro Paket und Gurtmaß unter 300 cm beachten.
- Dokumentation: Zustand der Felgen mit Fotos festhalten – auch für Versicherungsfälle.
- Sendung korrekt deklarieren: Inhalt als „Autofelgen“ angeben und Sendungsverfolgung nutzen.
- Versicherung prüfen: Basisversicherung oft unzureichend – Zusatzschutz für teure Felgen sinnvoll.
Wie kann man Felgen versenden?
Beim Versand von Felgen sind stabile Verpackung, Gewichtslimits, Schadensdokumentation, ein geeigneter Versanddienstleister und eine ausreichende Versicherung besonders wichtig.
Was ist die beste Verpackung zum Felgen versenden?

Die Verpackung ist der wichtigste Schutz Ihrer Felgen auf dem Versandweg. Verwenden Sie ausschließlich stabile, rechteckige Kartons, die nur minimal größer als die Felge selbst sind. So verhindern Sie, dass sie im Inneren verrutscht. Für den Rundumschutz eignet sich stoßdämpfendes Material wie Styropor, Schaumstoff oder Luftpolsterfolie. Auch zerknülltes Papier kann helfen, Hohlräume auszufüllen. Wichtig ist, dass wirklich keine Stelle der Felge ungeschützt bleibt.
Achten Sie darauf, den Karton rundum mit starkem Klebeband zu verschließen. Beim Versand von Kompletträdern – also Felgen mit Reifen – muss jede Einheit einzeln verpackt werden. Werden mehrere Räder zusammen verschickt, droht ein Sperrgutaufschlag. Diese Zusatzkosten lassen sich leicht vermeiden, wenn Sie pro Paket nur ein Rad einpacken.
Die Unterschiede in der Verpackung
Viele fragen sich, ob es einen Unterschied macht, ob sie Alu- oder Stahlfelgen versenden.
- Alufelgen: Da Alufelgen anfälliger für Kratzer und Transportschäden sind, ist eine besonders sorgfältige Verpackung entscheidend. Verwende Kantenschutz und schütze die Speichen zusätzlich.
- Stahlfelgen: Stahlfelgen sind robuster und weniger anfällig für Kratzer. Dennoch ist eine sichere Verpackung notwendig, um Rost oder andere Schäden zu vermeiden.
Gewicht und Maße korrekt kalkulieren
Die meisten Paketdienste erlauben ein Maximalgewicht von 31,5 kg pro Paket – inklusive Verpackung. Wird dieses Limit überschritten, kann das Paket entweder abgelehnt oder nur gegen Aufpreis als Sperrgut befördert werden. Das kann teuer werden.
Neben dem Gewicht spielt auch das sogenannte Gurtmaß eine Rolle. Dieses berechnet sich nach folgender Formel:
Gurtmaß = Länge + 2 × Breite + 2 × Höhe
Das Gurtmaß darf in der Regel 300 cm nicht überschreiten.
Ein Beispiel zur Orientierung:
| Kartonmaß (cm) | Gurtmaß (cm) | Versandfähig? |
| 60 × 60 × 20 | 220 | ✅ Ja |
| 80 × 70 × 30 | 290 | ✅ Ja |
| 100 × 60 × 40 | 300 | ✅ Grenzwertig |
| 110 × 60 × 50 | 330 | ❌ Nein |
Achten Sie vor dem Versand auf exakte Messungen. Überschreitungen führen fast immer zu Nachzahlungen.
Was sind die optimalen Vorbereitungen zum Felgen versenden?
Bevor Sie die Felgen verpacken, sollten Sie diese gründlich reinigen. Entfernen Sie Staub, Schmutz und lose Anbauteile wie Ventile oder Gewichte. Auch kleine Steine oder Metallrückstände können beim Transport Schäden verursachen.
Fotografieren Sie die Felgen vor dem Verpacken aus mehreren Perspektiven. Achten Sie dabei auf Lichtverhältnisse und Nahaufnahmen, insbesondere bei bestehenden Kratzern oder Dellen. Diese Bilder dienen im Schadensfall als Nachweis und erleichtern eine Reklamation.
Auch eine kurze schriftliche Dokumentation zum Zustand der Felgen – zum Beispiel in Form einer Checkliste – kann hilfreich sein. Je genauer Ihre Vorbereitung, desto besser sind Sie abgesichert.
Was kostet der Felgenversand?
Preisübersicht und Serviceoptionen
Die Kosten für den Versand von Felgen hängen von Größe, Gewicht, Anzahl und Entfernung ab. Hier sind beispielhafte Preise und die wichtigsten Optionen:
| Sendung | Durchschnittliche Kosten | Beispiel-Service |
| Einzelne Felge | ca. 25–45 € | Sperrgut-Versand |
| Felgensatz (4 Stück) | ca. 80–120 € | Spezialversand für KFZ-Teile |
| Felgensatz auf Palette | auf Anfrage | Palettenversand |
Versanddienstleister und Abwicklung
Nicht jeder Paketdienst eignet sich gleichermaßen für den Versand von Autofelgen. Vergleichen Sie Preise, Versandbedingungen, Versicherungssummen und Zustellzeiten. Achten Sie besonders auf die Handhabung von Sperrgut.
Deklarieren Sie den Inhalt unbedingt korrekt als „Autofelgen“ oder „Kompletträder“. Nur so greift im Schadensfall der Versicherungsschutz. Wählen Sie immer eine Versandoption mit Sendungsverfolgung. Dadurch wissen sowohl Sie als auch der Empfänger jederzeit, wo sich das Paket befindet.
Behalten Sie den Einlieferungsbeleg unbedingt, bis die Zustellung abgeschlossen ist. Informieren Sie den Empfänger im Vorfeld über das voraussichtliche Lieferdatum – das schafft Vertrauen und erleichtert die Übergabe.
Felgen Versand mit Versicherung - ja oder nein?
Die meisten Versanddienstleister versichern Standardpakete automatisch bis zu einem bestimmten Wert, häufig bis 500 €. Doch Vorsicht: Diese Grundversicherung greift oft nur bei Paketverlust – nicht bei Transportschäden wie Dellen oder Kratzern.
Für hochwertige Felgen sollten Sie deshalb unbedingt eine zusätzliche Transportversicherung abschließen. Diese deckt auch Schäden durch Stöße oder unsachgemäße Behandlung durch den Paketdienst. Klären Sie dabei, ob die Verpackung bestimmten Anforderungen entsprechen muss.
Wenn Sie Felgen ohne Karton versenden – etwa nur in Folie eingeschlagen – riskieren Sie den kompletten Verlust des Versicherungsschutzes. Auch beim Versand ins Ausland ist besondere Vorsicht geboten: Klären Sie im Voraus, ob und welche Zollgebühren anfallen – und wer diese übernimmt.
Häufige Fehler und wie Sie sie vermeiden
Ein häufiger Fehler ist eine zu große Verpackung ohne ausreichende Polsterung. Felgen, die im Karton hin- und herrutschen, sind besonders gefährdet. Auch das Versenden mehrerer Räder in einem Paket verursacht oft unnötige Sperrgutkosten.
Zu hohe Gewichte führen zur Ablehnung durch den Paketdienst oder verursachen hohe Zusatzgebühren. Wer das Gurtmaß nicht prüft, erlebt oft böse Überraschungen beim Versand.
Ein weiteres Risiko besteht in unvollständiger Dokumentation. Ohne Fotos und Nachweise ist eine Schadensmeldung oft nicht erfolgreich. Auch fehlende oder unzureichende Versicherung kann im Ernstfall teuer werden.
Vermeiden Sie diese Fehler durch sorgfältige Vorbereitung, genaue Abmessung und den Vergleich geeigneter Versanddienstleister. Nur so garantieren Sie einen reibungslosen und sicheren Versand Ihrer Felgen.
Welche Versandkosten entstehen beim Felgenversand?
Die Kosten für den Felgenversand hängen von Gewicht, Maßen und dem gewählten Versanddienstleister ab. In der Regel bewegen sich die Preise für ein Standardpaket mit einer einzelnen Felge zwischen 10 € und 20 €. Überschreitet das Paket jedoch das Gurtmaß oder das Maximalgewicht, können schnell Sperrgutzuschläge von 20 € bis 40 € hinzukommen.
Besonders bei großen Kompletträdern mit Reifen ist dies häufig der Fall. Für Auslandsversand fallen zusätzlich Gebühren an, die je nach Land variieren. Ein Versand nach Österreich ist oft noch günstig, während in die Schweiz Zollabgaben und längere Laufzeiten einkalkuliert werden müssen. Daher lohnt sich immer ein Preisvergleich mehrerer Anbieter, um unnötige Zusatzkosten zu vermeiden.
Zoll, Gebühren und Versand ins Ausland richtig managen
Beim Versand von Felgen ins Ausland gelten zusätzliche Vorschriften. Innerhalb der EU sind Zollgebühren in der Regel nicht zu befürchten, doch bei Lieferungen in die Schweiz, nach Norwegen oder Großbritannien muss mit Importabgaben gerechnet werden.
Entscheidend ist, wer die Gebühren trägt – Absender oder Empfänger. Diese Information muss vorab in den Versandbedingungen geklärt sein. Zudem ist eine korrekte Zollinhaltserklärung mit exakter Warenbeschreibung („Autofelgen aus Aluminium“) notwendig.
Falsche oder fehlende Angaben können zu Verzögerungen oder Rücksendungen führen. Achten Sie auf den korrekten HS-Code (z. B. 87087050 für Alufelgen). Auch die Versanddauer kann sich im internationalen Transport stark verlängern. Daher sollten Empfänger vorab informiert und eventuell zur Annahme vorbereitet werden.
Versandcheckliste für Autofelgen: Punkt für Punkt sicher
Eine Versandcheckliste hilft dabei, keine wichtigen Details zu vergessen. Prüfen Sie vor dem Versand:
1) Felgen gereinigt und dokumentiert?
2) Stabile Einzelverpackung verwendet?
3) Gurtmaß und Gewicht exakt eingehalten?
4) Inhalt korrekt deklariert?
5) Zusatzversicherung gebucht?
6) Versanddienstleister nach Bedingungen verglichen?
7) Sendungsverfolgung aktiviert?
8) Zollformalitäten (bei Auslandsversand) geklärt?
Notieren Sie außerdem Datum der Einlieferung und behalten Sie den Beleg bis zur erfolgreichen Zustellung. Mit dieser Checkliste vermeiden Sie typische Fehler und sorgen für eine reibungslose Abwicklung – besonders bei teuren oder seltenen Felgen.
Fazit
Das Felgen versenden erfordert Sorgfalt und gute Vorbereitung. Mit stabiler Verpackung, richtiger Kennzeichnung, passender Versicherung und etwas Vorarbeit können Sie Schäden und Zusatzkosten effektiv vermeiden. Achten Sie auf Maße, Gewicht und Zustandsdokumentation – dann steht einem sicheren Felgen Versand nichts im Weg!
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