
Ein LKW darf in Deutschland allgemein bis zu 2,55 m breit und 4,00 m hoch sein. Die zulässige Länge hängt von der Fahrzeugkombination ab: beim einzelnen LKW bis zu 12,00 m, beim üblichen Sattelzug unter den gesetzlichen Voraussetzungen bis zu 16,50 m und beim Lastzug bis zu 18,75 m. Diese Außenmaße sagen noch nicht, wie groß der nutzbare Laderaum ist.
Für die Transportplanung brauchen Sie drei Angaben getrennt: Außenmaße für die Zufahrt, Innenmaße für die Fracht und die freie Ladeöffnung für das Einladen.
| Fahrzeug | Maximale Länge | Allgemeine Breite | Allgemeine Höhe |
|---|---|---|---|
| Einzelner LKW, etwa 7,5- oder 12-Tonner | 12,00 m | 2,55 m | 4,00 m |
| Sattelzug aus Zugmaschine und Auflieger | 16,50 m* | 2,55 m | 4,00 m |
| Lastzug aus LKW und einem Güteranhänger | 18,75 m** | 2,55 m | 4,00 m |
Die Tabelle zeigt reguläre Höchstmaße nach § 32 StVZO, keine tatsächlichen Maße jedes Fahrzeugs. Sonderfälle und Ausnahmen sind nicht vollständig abgebildet. *Für 16,50 m gelten unter anderem höchstens 12,00 m vom Zugsattelzapfen bis zum Aufliegerende und höchstens 2,04 m vorderer Überhangradius. **Beim Lastzug sind zusätzlich die gesetzlichen Teillängen einzuhalten.

Einrichtungen für indirekte Sicht, darunter Außenspiegel, bleiben bei der gesetzlichen Breitenmessung nach § 32 StVZO unberücksichtigt. Für eine enge Toreinfahrt benötigen Sie jedoch die tatsächliche Breite einschließlich der herausragenden Teile. Eine Durchfahrt von 2,55 m ist deshalb nicht automatisch breit genug für einen LKW mit 2,55 m Aufbau.
Lassen Sie sich die konkrete Breite des eingesetzten Fahrzeugs bestätigen und planen Sie ausreichend Rangierabstand ein. Eine pauschale Spiegelbreite gilt nicht für sämtliche Modelle.
Die Ausnahme bis 2,60 m betrifft feste oder abnehmbare Aufbauten klimatisierter Fahrzeuge für temperaturgeführte Güter, deren Seitenwände einschließlich Wärmedämmung mindestens 45 mm dick sind. Sie gilt nicht pauschal für jedes Fahrzeug mit Kühlgerät. Auch bei solchen Aufbauten sind Außenbreite und nutzbare Innenbreite unterschiedlich.
| Fahrzeugklasse | Warum es kein einheitliches Laderaummaß gibt | Vor der Buchung prüfen |
|---|---|---|
| Transporter bis 3,5 t | Radstand, Dachhöhe und Kasten- oder Kofferaufbau unterscheiden sich. | Innenlänge, Breite zwischen Radkästen, Türöffnung und Nutzlast |
| 7,5-Tonner | Die Gewichtsangabe legt weder Aufbaulänge noch Innenhöhe fest. | Laderaum, Ladebordwand-Tragfähigkeit und verbleibende Nutzlast |
| 12-Tonner | Unterschiedliche Fahrgestelle und Aufbauten ermöglichen verschiedene Ladeflächen. | Innenmaße, seitliche Beladung und Zufahrt beim Empfänger |
| Sattelzug | Standard-, Mega- und Kühlauflieger besitzen unterschiedliche Innenräume. | Aufliegertyp, lichte Ladehöhe, Türhöhe und Rungenabstände |
| Gliederzug | Motorwagen und Anhänger haben getrennte Ladeflächen. | Jede Ladefläche einzeln; lange Packstücke passen nicht über die Kupplung hinweg. |
Passendes Fahrzeug für Ihre Sendung finden: Geben Sie Länge, Breite, Höhe und Gewicht inklusive Verpackung an. Transportpreis berechnen.
Wie stark sich Außen- und Innenmaße unterscheiden, zeigt das veröffentlichte Datenblatt des Schmitz Cargobull S.CS UNIVERSAL – KP+. Die folgenden Angaben gelten für die dort beschriebene Konfiguration, nicht für jeden Sattelauflieger und nicht als Zusage für ein gebuchtes Fahrzeug.
| Maß laut Datenblatt | Wert | Bedeutung |
|---|---|---|
| Gesamtbreite | 2,55 m | Außenmaß |
| Aufbaulänge innen | 13,62 m | Nutzbare Länge des Aufbaus |
| Aufbaubreite innen | 2,48 m | Lichte Innenbreite |
| Aufbauhöhe innen, vorne/hinten | 2,68 m | Innenhöhe |
| Seitliche Durchladehöhe, vorne/hinten | 2,60 m | Freie Höhe beim seitlichen Einladen |
Quelle: Hersteller-Datenblatt S.CS UNIVERSAL – KP+ (PDF). Das Beispiel zeigt: Ein 2,65 m hohes Packstück kann trotz 2,68 m Innenhöhe nicht ohne Weiteres durch eine 2,60 m hohe seitliche Öffnung geladen werden. Maßgeblich sind die konkrete Ausführung und das geplante Ladeverfahren.
Fragen Sie bei einer Angabe wie „Ladehöhe 2,70 m“ immer nach, welches Maß gemeint ist. Prüfen Sie außerdem die Beschilderung und örtliche Durchfahrtshöhe der Strecke. Die gesetzliche Fahrzeughöchstgrenze garantiert keine freie Durchfahrt unter jeder Brücke.
Wenn Ladung über das Fahrzeug hinausragt, gelten eigene Regeln: Zulässiger Ladungsüberstand und Kennzeichnung. Bei Überschreitung regulärer Grenzen muss vor der Fahrt geklärt werden, welche Erlaubnisse, Ausnahmen und Auflagen für den konkreten Transport erforderlich sind.
Nein. Die Gewichtsklasse beschreibt die zulässige Gesamtmasse. Radstand, Aufbau und Ladefläche können unterschiedlich sein. Fordern Sie die Maße des tatsächlich eingesetzten Fahrzeugs an.
Für übliche Sattelzüge sind bis zu 16,50 m zulässig, wenn die vorgeschriebenen Teillängen eingehalten werden. Die Innenlänge des Aufliegers ist kleiner als die Gesamtlänge von Zugmaschine und Auflieger.
Nein. Auch Ladeöffnung, Rungen, Ladeverfahren, Sicherung und Gewicht müssen passen. Die engste Stelle beim Einladen kann entscheidend sein.
Quellen und Prüfstand: § 32 StVZO, § 22 StVO und das oben verlinkte Hersteller-Datenblatt. Geprüft am 16. Oktober 2026; Rechtsangaben beziehen sich auf Deutschland.