
Im Güterverkehr entscheidet das richtige Transportmittel über Wirtschaftlichkeit, Sicherheit und reibungslose Abläufe. Lkw unterscheiden sich deutlich in Aufbau, Abmessungen und Ladekapazität. Hinzu kommen standardisierte Transportverpackungen, die den Umschlag und die Lagerung vereinfachen. Wer Transporte korrekt plant, vermeidet Leerraum, Überladung und unnötige Kosten. Dieser Leitfaden bietet einen vollständigen Überblick über die gängigsten Lkw-Arten, ihre Maße sowie die wichtigsten Transportverpackungen im nationalen und internationalen Warenverkehr.
Im Güterverkehr dominieren Eurosattelzüge, Hängerzüge und WAB-Lkw. Bei den Transportverpackungen sind Euro-Paletten, Euro-Gitterboxen und genormte Container die wichtigsten Lösungen, da sie effizient, stapelbar und international kompatibel sind.
Der Eurosattelzug ist der am häufigsten eingesetzte Lkw im europäischen Fernverkehr. Mit einer Länge von rund 13,62 Metern, einer Breite von 2,50 Metern und einer Höhe von etwa 2,60 Metern bietet er ein optimales Verhältnis zwischen Ladevolumen und Nutzlast. Die maximale Zuladung liegt bei rund 24 Tonnen. Das Ladevolumen beträgt etwa 88 Kubikmeter. Insgesamt können bis zu 34 Euro-Paletten transportiert werden. Durch seine Bauweise eignet sich der Eurosattelzug besonders für planbare Direktverkehre. In der Spedition gilt er als wirtschaftlicher Allrounder.
Der Hängerzug besteht aus einem 2-achsigen Motorwagen und einem 3-achsigen Anhänger. Beide Fahrzeuge können separat be- und entladen werden. Der Motorwagen misst etwa 6,20 × 2,50 × 2,60 Meter und bietet rund 40 Kubikmeter Ladevolumen. Der Anhänger ist mit ca. 8,60 × 2,50 × 2,60 Metern deutlich größer. Zusammen ergeben sich bis zu 56 Kubikmeter und 21 Paletten. Die Nutzlast liegt bei bis zu 16 Tonnen. Hängerzüge sind ideal für Stückgutverkehre und wechselnde Abladestellen.
WAB-Lkw arbeiten mit Wechselaufbauten, die schnell getauscht werden können. Der 3-achsige Motorwagen kombiniert mit einem 2-achsigen Anhänger ermöglicht hohe Flexibilität. Die Wechselbrücken messen rund 7,30 bis 7,50 Meter in der Länge. Die Höhe liegt bei etwa 2,45 Metern. Das Ladevolumen erreicht bis zu 89 Kubikmeter. Insgesamt lassen sich bis zu 36 Paletten transportieren. Besonders im kombinierten Verkehr mit Bahn und Straße sind WAB-Systeme unverzichtbar. Sie reduzieren Standzeiten erheblich.
Der Standard-Wechselaufbau misst etwa 7,45 × 2,50 × 2,45 Meter. Er bietet Platz für 18 Paletten bei rund 46 Kubikmetern Volumen. Der High-Cube-Wechselaufbau ist höher konstruiert. Mit bis zu 2,70 Metern Innenhöhe erreicht er etwa 50 Kubikmeter Ladevolumen. Je nach Länge sind 18 oder 19 Paletten möglich. Die größere Innenhöhe eignet sich für sperrige oder voluminöse Waren. Kürzere Stützfüße erleichtern den Umschlag. Beide Varianten sind fester Bestandteil moderner Speditionslogistik.
Tabelle: Wechselaufbauten im Vergleich
| Typ | Maße (L × B × H) | Volumen | Paletten |
|---|---|---|---|
| Standard-WAB | 7,45 × 2,50 × 2,45 m | ca. 46 m³ | 18 |
| High-Cube-WAB | 7,45 / 7,82 × 2,50 × 2,70 m | ca. 50 m³ | 18–19 |
Die Euro-Palette ist der wichtigste Ladungsträger im europäischen Warenverkehr. Sie misst 120 × 80 × 14,4 cm. Das Eigengewicht liegt bei etwa 25 kg. Die maximale Nutzlast beträgt 1.500 kg. Euro-Paletten sind genormt und UIC-geprüft. Die Euro-Gitterbox ist robuster aufgebaut und eignet sich für schwere oder lose Güter. Sie misst 124 × 83,5 × 97 cm. Das Eigengewicht beträgt rund 85 kg. Auch hier liegt die Nutzlast bei maximal 1.500 kg. Beide Systeme ermöglichen effizientes Stapeln und Lagern.
Container sind essenziell für den internationalen Transport. Der 20-Fuß-Container bietet rund 32 Kubikmeter Innenvolumen. Der 40-Fuß-Container fasst etwa 64 Kubikmeter. In der Luftfracht kommen spezielle Container ab ca. 4,5 Kubikmetern zum Einsatz. Zusätzlich nutzen Speditionen Koffer- und Planenaufbauten. Kofferaufbauten schützen empfindliche oder hochwertige Waren. Sie werden häufig im Sammelgut eingesetzt. Planenaufbauten ermöglichen seitliche und obere Beladung. Sie sind ideal für klassische Ladungsverkehre.
Wer Lkw-Arten, Maße und Transportverpackungen kennt, plant Transporte präziser und wirtschaftlicher. Jedes System hat klare Stärken. Die richtige Kombination senkt Kosten, erhöht die Auslastung und verbessert die Lieferqualität. Genaues Wissen ist der Schlüssel zu effizienter Logistik.