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Charge: Definition und Beispiele

Was ist ein Charge?

Im Logistik-Lexikon und der Produktionswirtschaft bezeichnet eine Charge (auch als Partie, Los oder Batch bezeichnet) die Gesamtheit einer Produktmenge, die unter exakt denselben Bedingungen, mit denselben Rohstoffen und Maschinen in einem ununterbrochenen Produktionszyklus hergestellt wurde.

Das entscheidende Merkmal einer Charge ist ihre Homogenität: Alle Artikel innerhalb einer Charge weisen dieselbe Qualität, dieselben Eigenschaften und dasselbe Herstellungs- sowie Verfallsdatum auf. Um diese Einheiten im gesamten Lieferketten-Prozess (Supply Chain) eindeutig zu identifizieren, wird ihnen eine eindeutige Chargennummer (Lot-Number) zugewiesen.

Warum ist die Charge in der Logistik so wichtig?

Für moderne Speditionen und Logistikdienstleister wie DAGO Express ist die strikte Trennung und Kennzeichnung von Chargen beim Transport und im Lager überlebenswichtig. Sollte es bei einem Produkt zu Qualitätsmängeln oder Verunreinigungen kommen, ermöglicht das Chargenmanagement eine gezielte Rückrufaktion. Statt aller weltweit im Umlauf befindlichen Produkte muss nur die exakt betroffene Chargennummer vom Markt genommen und blockiert werden.

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1. Rückverfolgbarkeit (Traceability)

Vom Rohstofflieferanten über den Speditionstransport bis ins Verkaufsregal – jeder Schritt muss per Barcode dokumentiert sein.

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2. Chargenreinheit

Beim Transport und der Kommissionierung dürfen unterschiedliche Chargen desselben Artikels niemals unkontrolliert vermischt werden.

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3. FEFO-Prinzip

*First Expired – First Out*. Chargen mit dem kürzesten Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) müssen zwingend zuerst transportiert und ausgeliefert werden.

Chargenmanagement nach Branchen: Gesetzliche Anforderungen

Nicht in jeder Branche wird die Charge gleich streng überwacht. Vor allem in sensiblen Bereichen wie der Pharma- und Lebensmittelindustrie gelten strikte EU-Verordnungen für Transport- und Lagerlogistik.

Physische Anforderungen an den Transport von Chargenware

Wird eine Spedition mit dem Transport von chargenpflichtiger Ware beauftragt, müssen strenge logistische Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden:

  1. Scanning an jeder Schnittstelle: Jede Palette und jedes Packstück muss beim Verladen in den Lkw, an den Umschlagpunkten (Cross-Docking) und bei der Übergabe an den Empfänger digital gescannt werden (NVE/SSCC-Standard).

  2. Vermeidung von Mischpaletten: Wenn verschiedene Chargen auf einer einzigen Palette transportiert werden müssen, ist eine optisch klare Trennung (z. B. durch Zwischenlagen oder Trennwände) zwingend erforderlich, um Kommissionierfehler beim Empfänger auszuschließen.

  3. Lückenlose Dokumentation: Der Frachtbrief (CMR) oder digitale Begleitdokumente müssen die transportierten Chargennummern transparent ausweisen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Charge in der Logistik

Was ist der Unterschied zwischen einer Charge und einer Seriennummer?

Eine Charge fasst eine Gruppe von Produkten zusammen, die gemeinsam produziert wurden und identische Eigenschaften besitzen. Eine Seriennummer hingegen wird nur ein einziges Mal vergeben und identifiziert ein einzelnes, spezifisches Produkt (z. B. ein Smartphone oder ein Auto) komplett individuell.

Wie ist eine Chargennummer aufgebaut?

Es gibt keinen universellen Standard für den Aufbau einer Chargennummer. Unternehmen nutzen meist alphanumerische Codes, die verschlüsselte Daten über das Herstellungsjahr, den Produktionsmonat, das Werk, die verwendete Maschine oder die Rohstoff-Identifikationsnummer enthalten.

Was passiert bei einer fehlerhaften Chargentrennung im Transport?

Wird die Chargenreinheit während des Speditionsversands verletzt – weil beispielsweise Paletten falsch sortiert oder Sendungen zusammengewürfelt werden –, bricht die gesamte Rückverfolgbarkeit zusammen. Im Falle einer behördlichen Reklamation müsste das Unternehmen im schlimmsten Fall die gesamte Monatsproduktion statt nur einer einzelnen Palette zurückrufen.

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