Registrieren
Login

Stockout: Definition und Beispiele

Was ist ein Stockout?

Ein sogenannter Stockout stellt für Unternehmen ein echtes Problem dar. Denn sobald Produkte nicht mehr verfügbar sind, verlieren Firmen Umsatz – und Kunden das Vertrauen. In diesem Glossareintrag erfahren Sie, warum ein Stockout nicht nur ein logistikbezogenes Thema ist, sondern die gesamte Lieferkette betrifft.

Ein Stockout bezeichnet den Zustand, bei dem ein Artikel im Lager oder im Verkaufsregal vorübergehend nicht verfügbar ist. Dies führt häufig zu Umsatzeinbußen und sinkender Kundenzufriedenheit.

Ursachen, Folgen und Vermeidung von Stockouts

Ein Stockout kann viele Ursachen haben: Fehler in der Bestandsplanung, unerwartet hohe Nachfrage oder Verzögerungen bei der Lieferung. Auch saisonale Schwankungen oder Produktionsprobleme spielen eine Rolle. Besonders in Zeiten volatiler Lieferketten steigt das Risiko für Bestandslücken erheblich. Unternehmen müssen deshalb frühzeitig gegensteuern.

Die Folgen eines Stockouts sind nicht nur finanzieller Natur. Kunden wenden sich oft direkt an Mitbewerber. Das beschädigt die Markenwahrnehmung. Wiederholte Lieferausfälle führen langfristig zu einem Vertrauensverlust. Selbst loyale Stammkunden reagieren empfindlich auf leere Regale.

In der Praxis sind vor allem der Einzelhandel und der E-Commerce betroffen. Hier erwarten Kunden sofortige Verfügbarkeit. Wer nicht liefert, verliert. Besonders kritische Produkte wie Medikamente oder Ersatzteile müssen jederzeit auf Lager sein. Fehlt die Ware, droht ein logistischer Dominoeffekt.

Ein weiterer Risikofaktor ist die Just-in-Time-Produktion. Sie spart Lagerkosten, erhöht jedoch die Abhängigkeit von Zulieferern. Gerät ein Glied der Lieferkette ins Wanken, droht ein Stockout. Auch ungenaue Bedarfsprognosen können zur Fehlplanung führen. Hier hilft der Einsatz intelligenter Systeme zur Nachfrageanalyse.

Moderne ERP-Systeme und Lagerverwaltungsprogramme schaffen Abhilfe. Sie ermöglichen eine präzisere Steuerung der Lagerbestände. Automatisierte Nachbestellungen und Sicherheitsbestände reduzieren das Risiko. Auch der Austausch mit Lieferanten sollte engmaschig erfolgen, um Engpässe rechtzeitig zu erkennen.

Stockouts lassen sich zudem durch Multi-Channel-Strategien abfedern. Wer mehrere Verkaufswege nutzt, kann besser auf Verfügbarkeitsprobleme reagieren. Dropshipping ist eine weitere Möglichkeit, Lagerausfälle zu umgehen. Dabei übernimmt der Lieferant den Versand direkt an den Kunden.

Trotz aller Technik bleibt auch die interne Kommunikation entscheidend. Vertrieb, Einkauf und Logistik müssen eng zusammenarbeiten. Nur so lässt sich die Verfügbarkeit zentraler Produkte dauerhaft sicherstellen. Denn Stockouts sind nicht nur ein logistisches, sondern auch ein strategisches Problem.

Typische Begriffe, die im Kontext des Stockouts verwendet werden, sind: AvisierungFahrzeitTransportauftrag und Vorlaufzeit

exit-upchevron-right