Produktverfügbarkeit beschreibt den Grad, zu dem ein Produkt für den Kunden unmittelbar verfügbar ist. Sie ist das Verhältnis zwischen tatsächlichem Bestand und der Nachfrage zum gewünschten Zeitpunkt.
Die Produktverfügbarkeit ist ein zentraler Begriff im Handel, in der Logistik und in der Produktionsplanung. Sie beeinflusst unmittelbar, ob Kunden ein Produkt kaufen können oder nicht. Ein hoher Wert bedeutet, dass Produkte vorrätig und sofort lieferbar sind. Eine geringe Verfügbarkeit führt hingegen zu Lieferverzögerungen oder sogar zu Umsatzverlusten. Unternehmen streben daher eine möglichst konstante Verfügbarkeit an.
Die Verfügbarkeit hängt stark von Lagerbestand, Lieferzeiten und Prognosegenauigkeit ab. Auch Bestellrhythmen, Sicherheitsbestände und Lieferzuverlässigkeit spielen eine große Rolle. Besonders im E-Commerce kann eine mangelnde Verfügbarkeit zum Kaufabbruch führen. Kunden erwarten heute schnelle Lieferungen – oft innerhalb von 24 Stunden. Ist ein Produkt nicht lieferbar, suchen sie meist sofort eine Alternative.
Zur Steuerung der Produktverfügbarkeit nutzen Unternehmen Tools wie ERP-Systeme und Lagerverwaltungssysteme. Sie helfen dabei, Nachfrage zu analysieren, Bestände zu planen und Nachschub rechtzeitig zu organisieren. Gerade saisonale Schwankungen oder Aktionszeiträume erfordern genaue Planung. Wer hier Fehler macht, riskiert leere Regale oder Überbestände.
Ein weiteres wichtiges Konzept ist die sogenannte „Fill Rate“. Sie beschreibt, wie viele Kundenaufträge vollständig und pünktlich erfüllt werden konnten. Auch KPIs wie Lieferbereitschaftsgrad oder Servicegrad werden herangezogen, um die Produktverfügbarkeit zu bewerten. Eine hohe Verfügbarkeit verbessert die Kundenzufriedenheit und reduziert die Gefahr von Stornierungen oder Retouren.
In der Praxis bedeutet das: Wer seine Lieferkette kennt und kontrolliert, hat mehr Kontrolle über die Produktverfügbarkeit. Just-in-Time-Produktion, Pufferlager und zuverlässige Lieferantenbeziehungen helfen dabei, Ausfälle zu vermeiden. Gleichzeitig muss die Wirtschaftlichkeit im Blick bleiben – denn Lagerkosten steigen mit jedem überflüssigen Artikel.
Typische Begriffe, die im Kontext der Produktverfügbarkeit verwendet werden, sind: Autoteile Express Versand, Auftragsnummer, Fracht, Lieferschein