Wie funktioniert Delivery on Demand?
- Kunde oder Verbrauchsstelle meldet einen Bedarf.
- System prüft Bestand, Adresse und Servicefenster.
- Auftrag wird priorisiert und einer Kapazität zugeordnet.
- Ware wird bereitgestellt, kommissioniert und verladen.
- Transport wird dynamisch in eine Tour integriert.
- Status, ETA und Ablieferung werden zurückgemeldet.
| Variante | Auslöser | Beispiel |
|---|---|---|
| sofortiger Abruf | aktuelle Kundenbestellung | Same-Day-Kurier |
| Zeitfenster-Abruf | gewählter Termin | Lebensmittelzustellung |
| Produktionsabruf | Verbrauchs- oder Sequenzsignal | Bauteilnachschub |
| Serviceabruf | Störung oder Einsatzauftrag | Ersatzteilzustellung |
Voraussetzungen
Benötigt werden aktuelle Bestände, kurzfristig verfügbare Transportkapazität, klare Prioritätsregeln und durchgängige Statusdaten. Ohne realistische Liefergebiete, Cut-off-Zeiten und Ausnahmeregeln führt ein On-Demand-Versprechen zu hohen Kosten oder unzuverlässigen Terminen.
DOD, JIT und Same Day
Just in Time synchronisiert Material mit einem geplanten Bedarf. Delivery on Demand wird durch einen tatsächlichen Abruf ausgelöst. Same Day beschreibt lediglich eine Laufzeit. Ein DOD-Auftrag kann am selben Tag, in einem späteren Zeitfenster oder regelmäßig auf Verbrauchssignal erfolgen.
Wichtige Kennzahlen
- Abruf bis Auftragsannahme
- Abruf bis Zustellung
- Termintreue und Erfüllungsquote
- Kosten, Auslastung und Kilometer je Auftrag
- Storno- und Fehlbestandsquote
Häufige Fragen
Ist DOD ein genormter Logistikbegriff?
Nein. DOD hat mehrere Bedeutungen. „Delivery on Demand“ muss durch Kontext oder Definition eindeutig gemacht werden.
Ist DOD immer eine Direktfahrt?
Nein. Der Auftrag kann exklusiv gefahren oder dynamisch mit anderen Stopps kombiniert werden.
Was ist der Unterschied zu Nachschub?
Nachschub ist der Oberbegriff für Bestandsauffüllung; DOD betont den bedarfsausgelösten Lieferauftrag.
Quelle: FFG-Projekt – DOD Delivery on Demand. Fachlicher Prüfstand: 11.08.2026.