Der Transport eines Kühlschranks erfordert sorgfältige Vorbereitung, um Funktionsstörungen oder Transportschäden zu vermeiden. Ein Kühlschrank ist ein empfindliches Gerät, das beim Versand besondere Aufmerksamkeit braucht – vom Abtauen über die Verpackung bis hin zur Ruhezeit nach dem Transport. Ob Umzug oder Online-Kauf: Wer einen Kühlschrank sicher versenden möchte, sollte die wichtigsten Regeln unbedingt kennen.
Das Wichtigste zum Kühlschrank transportieren in Kürze
- Vorbereitung ist entscheidend: Gerät ausräumen, reinigen und mindestens 24 Stunden vorher abtauen.
- Sicher verpacken: Kabel, Türen und empfindliche Bauteile fixieren und schützen.
- Stehend transportieren: Niemals liegend, um Schäden am Kompressor zu vermeiden.
- Geeigneten Versand wählen: Nur mit Spedition und am besten auf Palette versenden.
- Ruhezeit einhalten: Vor dem Wiedereinschalten nach dem Transport unbedingt warten.
Wie transportiert man einen Kühlschrank richtig?
Ein Kühlschrank sollte immer stehend und nach vollständigem Abtauen transportiert werden. Vor dem Versand muss das Gerät gereinigt, die Türen fixiert und empfindliche Teile geschützt werden. Speditionen mit Palettentransport sind ideal. Nach dem Transport muss das Gerät vor dem Einschalten mindestens 2 Stunden (stehend) bzw. 12–24 Stunden (liegend) ruhen.
Kühlschrank vorbereiten: So geht’s richtig

Bevor man den Kühlschrank transportieren kann, ist eine gründliche Vorbereitung unerlässlich. Zuerst muss das Gerät komplett ausgeräumt werden – inklusive aller Lebensmittel, Einlegeböden und Türfächer. Herausnehmbare Teile sollten separat in Luftpolsterfolie oder Karton verpackt werden, damit sie nicht verrutschen oder brechen.
Anschließend muss der Kühlschrank vollständig abgetaut werden. Dieser Vorgang sollte mindestens 24 Stunden vor dem Versand beginnen. Wichtig: Alle Feuchtigkeit muss entfernt sein, um Schimmelbildung und auslaufendes Wasser zu vermeiden. Danach sollte das Gerät innen und außen gründlich gereinigt werden. Lassen Sie die Tür geöffnet, damit kein Geruch entsteht. Die Stromzufuhr muss rechtzeitig unterbrochen werden – ebenfalls spätestens 24 Stunden vor dem Transport.
Verpackung und Schutz: Darauf kommt es an
Eine stabile Verpackung schützt den Kühlschrank vor Transportschäden. Türen sollten mit Klebeband oder Stretchfolie sicher fixiert werden, damit sie sich nicht öffnen. Auch das Netzkabel sollte befestigt werden. Besonders empfindliche Stellen wie die Kühlrippen auf der Rückseite sollten mit Luftpolsterfolie, Karton oder Schaumstoff abgedeckt werden.
Für zusätzliche Sicherheit können Sie die Ecken mit Kantenschutz versehen. Bei großen Geräten ist der Palettenversand ratsam. Der Kühlschrank wird dafür auf einer Palette platziert und mit Spanngurten gesichert. Achten Sie auf einen festen Stand – das Gerät darf nicht wackeln oder kippen.
Stehend oder liegend transportieren?
Die Position beim Transport spielt eine zentrale Rolle. Ein Kühlschrank sollte immer aufrecht transportiert werden. Warum? Im Inneren befindet sich ein Kompressor mit Öl, das beim Liegen in die Kühlleitungen laufen kann. Dies führt zu Funktionsstörungen oder sogar irreparablen Schäden.
Nur wenn es absolut nicht anders möglich ist, darf der Kühlschrank liegend transportiert werden. Dann ist es wichtig, das Gerät nach dem Transport mindestens 12–24 Stunden aufrecht stehen zu lassen. So kann das Öl wieder in den Kompressor zurückfließen. Bei stehendem Transport reichen meist 2 Stunden Wartezeit. Niemals sollte das Gerät direkt nach Ankunft angeschlossen werden.
Versanddienstleister und Speditionen
Für den Versand eines Kühlschranks sind herkömmliche Paketdienste meist ungeeignet. Das liegt an den Abmessungen und dem Gewicht des Geräts. Deshalb sollten Sie eine geeignete Spedition beauftragen, die auf den Versand von Haushaltsgeräten spezialisiert ist. Diese bieten in der Regel Palettentransport mit Abholung an der Haustür an.
Achten Sie darauf, die genauen Maße und das Gewicht des Kühlschranks anzugeben, damit es zu keinen Verzögerungen kommt. Optional kann eine Transportversicherung abgeschlossen werden. Diese schützt im Fall von Beschädigungen oder Verlust. Für besonders wertvolle Geräte ist diese Absicherung dringend zu empfehlen.
Side-by-Side-Kühlschrank transportieren: Das ist anders
Großgeräte wie Side-by-Side-Kühlschränke erfordern besondere Vorkehrungen. Aufgrund des hohen Gewichts und der Breite ist der Transport auf einer stabilen Europalette unerlässlich. Auch das Fixieren der Türen ist hier besonders wichtig – da es sich meist um Doppeltüren handelt, können sie sich leichter öffnen. Zudem verfügen viele dieser Geräte über Wasseranschlüsse oder integrierte Eiswürfelbereiter, deren Leitungen restlos entleert werden müssen.
Für den Versand sollte das Modell möglichst in Originalverpackung oder mit zusätzlichem Kantenschutz ausgestattet werden. Beim Tragen durch enge Treppenhäuser sollten mehrere Helfer eingeplant werden. Side-by-Side-Modelle dürfen ebenfalls nur stehend transportiert werden, da sie oft empfindlichere Kompressoren enthalten.
Versand per Spedition: Kosten, Versicherung & Abholung
Ein Kühlschrankversand mit DAGOexpress per Spedition ist zwar kostenintensiver, aber deutlich sicherer. Die Preise variieren je nach Größe, Gewicht, Entfernung und gewünschtem Service. Eine einfache Palettenabholung beginnt oft ab ca. 80 €, kann aber je nach Aufwand auf über 200 € steigen. Viele Anbieter bieten Zusatzservices wie Einpackhilfe, Etagenservice oder Samstagsabholung gegen Aufpreis.
Wichtig ist, das exakte Gewicht und die Maße beim Buchungsvorgang anzugeben. Eine Transportversicherung wird dringend empfohlen, insbesondere bei hochwertigen Geräten. Achten Sie darauf, ob die Versicherung auch Transportschäden durch unsachgemäße Handhabung durch Dritte abdeckt. Die Abholung erfolgt in der Regel bis zur Bordsteinkante – bei Bedarf kann gegen Aufpreis auch ein Zwei-Mann-Handling gebucht werden.
Checkliste: Kühlschrank richtig für den Versand vorbereiten
Eine strukturierte Vorbereitung erleichtert den Versand erheblich. Nutzen Sie diese Checkliste als letzten Kontrollgang:
- Strom abgeschaltet? – Mindestens 24 Stunden vor dem Transport.
- Komplett abgetaut? – Kein Eis, keine Feuchtigkeit im Gerät.
- Innenraum leer? – Auch Glasplatten und Türfächer entfernt.
- Reinigung erfolgt? – Schimmel- und Geruchsbildung vermeiden.
- Türen fixiert? – Mit Klebeband oder Spanngurten.
- Netzkabel gesichert? – Kein Hängen, keine Stolperfalle.
- Kanten geschützt? – Besonders bei Ecken und Rückwand.
- Palettenversand organisiert? – Spedition informiert, Maße übermittelt.
- Versicherung abgeschlossen? – Optional, aber empfohlen.
- Ruhezeit eingeplant? – Je nach Transportlage 2 bis 24 Stunden.
Verhalten nach dem Transport
Nach der Anlieferung ist Geduld gefragt. Auch wenn der Kühlschrank äußerlich unversehrt scheint, darf er nicht sofort in Betrieb genommen werden. Es muss sichergestellt sein, dass das Öl im Kompressor seine korrekte Position wieder eingenommen hat. Die Ruhezeit beträgt bei liegendem Transport 12–24 Stunden. Bei stehendem Transport reichen in der Regel 2 Stunden.
Erst danach darf das Gerät ans Stromnetz angeschlossen werden. Achten Sie beim Aufstellen auf einen waagerechten Stand und mindestens 5 cm Abstand zur Wand. So kann die Luft zirkulieren und das Gerät effizient arbeiten. Jetzt kann der Kühlschrank wieder in Betrieb genommen werden – sicher und funktionstüchtig.
Typische Fehler beim Kühlschrankversand vermeiden
Viele Schäden entstehen durch vermeidbare Fehler. Dazu zählt etwa das Nicht-Abtauen vor dem Versand. Gefrorenes Wasser kann während des Transports auftauen und auslaufen – mit fatalen Folgen. Auch eine unzureichende Fixierung der Tür oder fehlender Kantenschutz führen oft zu Dellen und Rissen.
Ein weiterer häufiger Fehler: das Einschalten direkt nach dem Transport, insbesondere wenn das Gerät liegend transportiert wurde. Hier droht ein Kompressorschaden. Zudem sollte der Kühlschrank nicht zu nah an die Wand gestellt werden, da sonst die Luftzirkulation gestört wird. Auch das Ignorieren von Gewicht und Maßen beim Versanddienstleister führt oft zu Problemen. Wer diese Punkte beachtet, vermeidet unnötige Zusatzkosten und Reparaturen.
Fazit
Der Versand eines Kühlschranks gelingt nur mit sorgfältiger Planung und sachgemäßer Durchführung. Wer das Gerät richtig vorbereitet, sicher verpackt und ausschließlich stehend transportiert, minimiert das Risiko für Schäden. Ruhezeit und Fachspedition sind Pflicht.
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