Der Meldebestand ist eine wichtige betriebswirtschaftliche Kennzahl im Bereich der Lagerwirtschaft. Er definiert den genauen Lagerpunkt, bei dem eine Nachbestellung eines Artikels erfolgen muss, um eine kontinuierliche Versorgung sicherzustellen. Grundlage für die Berechnung sind der tägliche Verbrauch, die Lieferzeit sowie der definierte Mindestbestand, der als Sicherheitsreserve dient. Ziel des Meldebestands ist es, einen reibungslosen Ablauf in Produktion und Lieferung zu gewährleisten, ohne unnötig Kapital durch übermäßige Lagerhaltung zu binden. Besonders bei kritischen oder schwer verfügbaren Artikeln – etwa mit langen Lieferzeiten oder wenigen Lieferanten – spielt der korrekt berechnete Meldebestand eine zentrale Rolle für die Versorgungssicherheit.
Die Berechnungsformel lautet:
Meldebestand = Tagesverbrauch × Lieferzeit + Mindestbestand
Mit dieser Formel lässt sich vorausschauend planen, wann eine Bestellung ausgelöst werden muss, um Engpässe zu vermeiden.