Maut ist eine Gebühr, die für die Nutzung bestimmter Straßen, Brücken oder Tunnel erhoben wird. Sie dient in erster Linie der Finanzierung von Infrastruktur und der Lenkung des Verkehrs.
Die Maut ist mehr als nur eine einfache Straßenbenutzungsgebühr. Sie betrifft zahlreiche Verkehrsteilnehmer – vom Fernfahrer bis zum Urlaubsreisenden. Wer sich mit dem Begriff Maut beschäftigt, begegnet oft vielen Fachbegriffen. Deshalb ist es hilfreich, die wichtigsten Begriffe und Zusammenhänge zu kennen.
Lkw-Maut bezeichnet die Gebührenpflicht für Lastkraftwagen ab einem bestimmten Gewicht. In Deutschland fällt sie auf Autobahnen und bestimmten Bundesstraßen an. Privatfahrzeuge zahlen derzeit keine generelle Maut, doch City-Maut-Modelle, wie in London, gewinnen an Bedeutung.
Ein zentrales System ist die elektronische Mauterfassung. Hierbei registrieren Geräte wie OBU (On-Board-Units) automatisch, wann und wo ein Fahrzeug mautpflichtige Strecken befährt. Alternativ erfolgt die Erfassung per Kennzeichenerkennung.
Bemessungsgrundlage der Maut sind Fahrzeuggewicht, Schadstoffklasse und gefahrene Kilometer. Je höher die Emissionen, desto teurer kann es werden. Damit erfüllt die Maut auch eine ökologische Funktion.
Ein weiterer Begriff ist die Vignettenpflicht, zum Beispiel in Österreich oder der Schweiz. Sie gilt pauschal für einen bestimmten Zeitraum. Im Gegensatz dazu steht die Streckengebühr, die nur für konkret befahrene Abschnitte berechnet wird.
Mautsysteme unterscheiden sich stark nach Land und Streckenart. Es gibt offene Systeme ohne Schranken und geschlossene Systeme, bei denen Ein- und Ausfahrten registriert werden.
In Deutschland erhebt der Bundesfernstraßenmautgesetzgeber die Lkw-Maut. Zuständig ist der Dienstleister Toll Collect. Die Einnahmen fließen in den Erhalt und Ausbau der Verkehrsinfrastruktur.