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Bonded Warehouse: Definition und Beispiele

Was bedeutet Bonded Warehouse?

Ein Bonded Warehouse, auf Deutsch Zolllager, ist ein von den Zollbehörden genehmigtes Lager, in dem importierte Waren vorübergehend aufbewahrt werden können, ohne dass sofort Zoll- oder Einfuhrabgaben fällig werden. Solche Lager dienen als Zwischenstation für Waren, die weiterverarbeitet, umverpackt oder in andere Länder weitertransportiert werden sollen.

Die Hauptfunktion eines Bonded Warehouses besteht darin, die Waren sicher zu lagern und dabei die Einhaltung aller geltenden Zollvorschriften zu gewährleisten. Die Abgaben werden erst dann fällig, wenn die Ware das Lager verlässt und in den sogenannten freien Verkehr übergeht. Dadurch gewinnen Unternehmen zeitlichen und finanziellen Spielraum und können ihren Cashflow optimieren.

Ein Zolllager bietet zahlreiche Vorteile: Es ermöglicht eine flexible Bestandsverwaltung, erleichtert die Planung internationaler Lieferketten und hilft, zollrechtliche Risiken zu minimieren. Besonders für Unternehmen im internationalen Handel ist ein Bonded Warehouse ein wertvolles Instrument zur Optimierung logistischer Abläufe.

Die Nutzung eines solchen Lagers setzt eine behördliche Genehmigung sowie die Einhaltung spezifischer Vorschriften voraus. Unternehmen müssen sicherstellen, dass die Lagerhaltung transparent erfolgt und alle zollrelevanten Vorgänge korrekt dokumentiert und abgewickelt werden.

Typische Begriffe, die im Kontext des Bonded Warehouse verwendet werden, sind: Zollverfahren, Zollamt, Verbrauchsteuern, Importzölle, Einfuhrumsatzsteuer (EUSt), Zollschuldnerschaft, Supply Chain und Just-in-Time

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