
Der Break-Even-Point zwischen Paket- und Palettenversand ist entscheidend, um Versandkosten strukturiert zu kalkulieren. Ab einer bestimmten Gewichts- oder Volumengrenze lohnt sich der Versand über Palette deutlich mehr als der Einzelversand in mehreren Paketen. Besonders wichtig sind dabei fixe und variable Kosten, das reale Sendungsgewicht, das Volumen und der praktische Aufwand. Ab etwa 200 kg Gesamtgewicht – inklusive Palettengewicht – beginnt typischerweise der Bereich, in dem Palettenversand wirtschaftlicher wird.
Palettenversand wird meist ab etwa 200 kg Gesamtgewicht oder dann günstiger, wenn mehrere Pakete zusammen eine Palette füllen und die Kosten pro Kilogramm beim Paketversand steigen. Ab diesem Punkt ist der Versand auf einer Palette wirtschaftlicher und logistisch effizienter.
Gewicht und Volumen bestimmen maßgeblich die Wirtschaftlichkeit beim Versand. Kleine und leichte Sendungen lassen sich fast immer günstiger per Paket verschicken, da keine Grundgebühren für Paletten oder Hebezeuge anfallen. Mit zunehmendem Gewicht steigen jedoch die Paketkosten pro Einheit deutlich. Gleichzeitig bleibt die Palette mit einem Eigengewicht von rund 25 kg konstant.
Ab etwa 200 kg Gesamtgewicht überschneiden sich die Preislinien oft. Auch das Volumen spielt eine wichtige Rolle, denn viele Pakete benötigen mehr Platz und verursachen höhere Bearbeitungskosten. Werden mehrere Pakete zu einer Palettenladung zusammengeführt, sinkt der Aufwand im Handling. So ergibt sich ein klarer Vorteil zugunsten des Palettenversands.
Eine Europalette wiegt durchschnittlich 25 kg und kann bis zu 900 kg Gesamtgewicht aufnehmen. Dieses Eigengewicht fließt direkt in die Versandkalkulation ein, weil es das Gesamtgewicht erhöht. Bei Gewichtsgrenzen im Tarif bleibt dieser Wert relevant. Dennoch fällt das relative Zusatzgewicht gegenüber schweren Versandgütern kaum ins Gewicht.
Je schwerer die Sendung, desto kleiner wird der Anteil des Palettengewichts am Gesamtpreis. Dadurch wirkt sich die Palette nur bei leichten Sendungen spürbar aus. Für Berechnungen im Grenzbereich ist dieser Aspekt aber wichtig. In der Regel verschiebt sich der Break-Even-Punkt dadurch nur geringfügig.
Fixkosten entstehen durch Grundgebühren für den Palettenversand, Ladehilfsmittel und den Einsatz von Hubwagen. Variable Kosten sind abhängig vom Gewicht oder Volumen der Sendung. Beim Paketversand steigen diese variablen Zuschläge häufig stark an, besonders bei schweren oder sperrigen Sendungen. Ab einer bestimmten Menge übersteigen die variablen Paketkosten die im Palettenversand üblichen Fixkosten.
Dies ist ein zentraler Faktor im Break-Even-Vergleich. Sinkt der Preis pro Kilogramm beim Palettenversand unter den Paketpreis pro Kilogramm, wird die Palette zur günstigeren Wahl. Daher lohnt es sich, beide Kostenblöcke gegenüberzustellen und realistisch zu prüfen.
Die Berechnung erfolgt nach der klassischen Break-Even-Formel: Fixkosten / (Preis Paket – Preis Palette pro Gewichtseinheit). Sie zeigt, ab welchem Gewicht die Kostenvorteile der Palette den Paketpreis unterbieten. In der Praxis muss man dafür realistische Versandtarife einsetzen. Paketpreise variieren stark je nach Dienstleister und Größe.
Beim Palettenversand gibt es hingegen häufig Staffelpreise für Gewichtsbereiche. Die Formel hilft, objektiv zu entscheiden. Unternehmen können damit ihre Versandstrategie verbessern und Kosten langfristig senken. Besonders bei regelmäßigen Sendungen lohnt eine feste Break-Even-Kalkulation.
Neben dem Preis spielt auch der logistische Aufwand eine große Rolle. Viele Einzelpakete bedeuten mehr Zeit, mehr Verpackungsmaterial und ein höheres Risiko von Beschädigungen. Paletten lassen sich dagegen schnell verladen, sicher fixieren und effizient transportieren.
Durch die kompakte Einheit ist die Handhabung einfacher und standardisiert. Zudem sinkt die Schadenquote, weil Waren weniger bewegt werden. In Branchen mit empfindlicher Ware ist dies ein wichtiger Vorteil. Auch die interne Organisation profitiert, da Paletten leichter lager- und verfolgbar sind. Diese Faktoren beeinflussen den Break-Even-Punkt indirekt, aber spürbar.
Die oft genannten 200 kg entstehen aus Erfahrungswerten vieler Logistiker. In diesem Bereich steigen Paketpreise deutlich, während der Palettenpreis pro Kilogramm stabil bleibt. Hinzu kommt, dass mehrere Pakete häufig die Kapazität einer Palette erreichen. Dann lohnt es sich kaum noch, sie einzeln zu versenden.
Der Aufwand, die Schadenquote und die Bearbeitungszeit sinken spürbar. Viele Unternehmen wechseln daher bei diesen Mengen systematisch auf Palettenversand. Da auch das Eigengewicht der Palette eingerechnet ist, bleiben die 200 kg eine praktische Richtmarke. Sie stellt jedoch keinen festen Wert dar und kann je nach Tarif variieren.
Der Break-Even-Point zwischen Paket- und Palettenversand hängt von Gewicht, Volumen und Kostenstruktur ab. Ab rund 200 kg Gesamtgewicht oder mehreren großen Paketen wird der Palettenversand fast immer günstiger. Zudem profitieren Versender von geringerem Aufwand, besserer Sicherheit und stabilen Kosten pro Kilogramm. Wer regelmäßig große Mengen verschickt, sollte daher konsequent prüfen, ab wann die Palette wirtschaftlich klar im Vorteil ist.