
2025 gelten in Europa für LKW keine einheitlichen Winterreifenregeln. Stattdessen gibt es je nach Land unterschiedliche Vorgaben, die von Wetterlage, Fahrzeuggewicht und Achsen abhängen. Viele Staaten setzen auf Winterreifen mit M+S- oder 3PMSF-Kennzeichnung, teils ergänzt durch Schneeketten oder Spikereifen. Für Speditionen ist es wichtig, die länderspezifischen Zeiträume und Profiltiefen zu kennen, da Verstöße hohe Bußgelder verursachen können. Der folgende Überblick fasst alle relevanten Infos vollständig und übersichtlich zusammen.
• In Europa existiert 2025 keine einheitliche LKW-Winterreifenpflicht.
• Vorgaben unterscheiden sich nach Land, Fahrzeuggewicht, Achse und Wetterlage.
• Viele Länder akzeptieren nur 3PMSF-Reifen oder verlangen Mindestprofiltiefen von 3–6 mm.
• Schneeketten, Spikes oder Alternativen sind teils verpflichtend oder regional geregelt.
• Aktuelle Behördeninfos sind wichtig, da lokale Ausnahmen häufig sind.
2025 gibt es keine einheitliche Winterreifenpflicht für LKW in Europa. Jedes Land regelt Zeitraum, Profiltiefe, Achsen und Reifenkennzeichnung selbst. Für viele Staaten gelten 3–6 mm Mindestprofil, Winterreifen an der Antriebsachse sowie situative Pflichten bei Schnee und Eis. Zusätzlich verlangen einige Länder Schneeketten oder Spikereifen in festgelegten Winterperioden.
In Europa basieren die Winterreifenanforderungen für LKW auf mehreren technischen Kriterien. Dazu gehören die Achsen, an denen Winterreifen montiert werden müssen, sowie die Mindestprofiltiefe. Die meisten Länder verlangen wintertaugliche Bereifung mindestens an der Antriebsachse, einige zusätzlich an der Vorderachse. Zudem ist die Kennzeichnung wichtig: Viele Staaten erlauben M+S-Reifen, fordern aber zunehmend die 3PMSF-Kennzeichnung.
Diese Kennzeichnung gilt als sicherer, weil sie auf Schneetraktion getestet wurde. Auch das Fahrzeuggewicht spielt eine Rolle, denn oft gelten strengere Regeln für Trucks über 3,5 Tonnen. Zusätzlich können Schneeketten oder Spikes vorgeschrieben sein, je nach Witterung. So variiert die Ausrüstungspflicht stark, was eine genaue Vorbereitung essenziell macht.
In Deutschland besteht 2025 weiterhin eine situative Winterreifenpflicht. Das bedeutet, dass Winterreifen nur bei Glätte, Schnee oder Schneematsch vorgeschrieben sind. Für LKW über 3,5 Tonnen gilt die Pflicht an der Antriebsachse. Die Mindestprofiltiefe liegt bei 1,6 Millimetern, empfohlen werden jedoch 6 Millimeter für maximale Sicherheit.
Wichtig ist auch die 3PMSF-Kennzeichnung, die als Standard gilt. Verstöße sind teuer: Bereits ab 88,50 Euro kann ein Bußgeld verhängt werden. Zudem sind Spikereifen in Deutschland generell verboten. Dadurch sollen Straßenschäden verhindert werden. Für Speditionen ist daher eine rechtzeitige Umrüstung vor winterlichen Wetterlagen entscheidend.
Österreich setzt auf eine Mischung aus festen Zeiträumen und situativen Regeln. Von 1. November bis 15. April gilt für LKW bis 3,5 Tonnen eine situative Pflicht sowie eine Mindestprofiltiefe von 4 Millimetern. Für schwere LKW gelten verschärfte Anforderungen. In Italien bestehen regional unterschiedliche Vorschriften.
Der Zeitraum 15. November bis 15. April ist der Regelfall, doch Provinzen können abweichende Schilder aufstellen. Dort sind Winterreifen oder Schneeketten verpflichtend. Die Slowakei verlangt vom 15. November bis 31. März Winterreifen an der Antriebsachse für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen. Hier gilt eine Mindestprofiltiefe von 3 Millimetern. Die Unterschiede zeigen, wie stark regionale Witterung Einfluss auf die Gesetzgebung hat. Für internationale Transporte ist ein Blick in lokale Vorschriften daher unerlässlich.
In Schweden wird 2025 eine noch strengere Regelung wirksam. Ab dem 1. Dezember 2024 gilt, dass LKW über 3,5 Tonnen an Vorder- und Antriebsachse mit 3PMSF-Reifen oder Spikereifen ausgestattet sein müssen. Die Profiltiefe muss mindestens 5 Millimeter betragen. Tschechien verfolgt ebenfalls eine strenge Linie.
Vom 1. November bis 31. März gilt eine situative Pflicht mit 6 Millimetern Mindestprofil an der Antriebsachse. Russland schreibt vom 1. Dezember bis 28. Februar Winterreifen an den Antriebsachsen vor, mit einer Mindestprofiltiefe von 4 Millimetern. Diese Länder reagieren damit auf extreme Winterbedingungen. Besonders im Norden ist daher eine hochwertige Bereifung unverzichtbar. Transportfirmen sollten hier zusätzliche Sicherheitsreserven einplanen.
Einige europäische Länder verzichten auf eine generelle LKW-Winterreifenpflicht. Dazu gehören Ungarn, die Ukraine und Zypern. Dennoch können situative Vorgaben greifen, wenn das Wetter es verlangt. Die Türkei geht einen Mittelweg und schreibt vom 1. Dezember bis 1. April Winterreifen an der Antriebsachse vor, allerdings nur in bestimmten Regionen.
Slowenien verlangt vom 15. November bis 15. März Winterreifen an der Antriebsachse oder alternativ Schneeketten. Diese Vielfalt zeigt, dass Speditionen stets aktuelle Informationen prüfen müssen. Denn regionale Behörden können kurzfristig neue Regelungen erlassen. Auch lokale Schilder ersetzen teilweise nationale Vorgaben. Planung und Dokumentation werden dadurch immer wichtiger.
| Land / Region | Zeitraum | Achsenpflicht | Mindestprofiltiefe | Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|
| Deutschland | Situativ | Antriebsachse | 1,6 mm (empf. 6 mm) | Spikes verboten, 3PMSF empfohlen |
| Österreich | 1.11.–15.4. | Situativ / abhängig vom Gewicht | 4 mm | bis 3,5 t |
| Italien | 15.11.–15.4. | Regional unterschiedlich | variabel | Ketten erlaubt |
| Slowakei | 15.11.–31.3. | Antriebsachse >3,5 t | 3 mm | – |
| Schweden | Situativ / ab 1.12.24 streng | Vorder- & Antriebsachse | 5 mm | 3PMSF oder Spikes |
| Tschechien | 1.11.–31.3. | Antriebsachse >3,5 t | 6 mm | – |
| Russland | 1.12.–28.2. | Antriebsachsen | 4 mm | – |
| Türkei | 1.12.–1.4. | Antriebsachse >3,5 t | variabel | regional verpflichtend |
| Slowenien | 15.11.–15.3. | Antriebsachse oder Ketten | variabel | Alternativen erlaubt |
| Ungarn / Ukraine / Zypern | keine Pflicht | – | – | situative Anforderungen möglich |
Die Winterreifenpflicht für LKW in Europa bleibt 2025 komplex und sehr unterschiedlich geregelt. Wer Transporte über Ländergrenzen hinweg plant, muss die jeweiligen Zeiträume, Profiltiefen und Achsenvorgaben genau kennen. Besonders streng sind Skandinavien und Osteuropa, während Südländer flexiblere Regeln haben. Da Bußgelder steigen und Kontrollen zunehmen, lohnt sich eine sorgfältige Vorbereitung. So sichern Speditionen ihre Routen, vermeiden Verzögerungen und erhöhen die Betriebssicherheit deutlich.