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Lagerstruktur: Definition und Beispiele

Was ist eine Lagerstruktur?

Lagerstruktur bezeichnet den systematischen Aufbau und die Organisation eines Lagers. Sie umfasst die räumliche Anordnung, Lagerzonen, Wegeführung sowie die Platzierung von Artikeln.

Aufbau und Bedeutung der Lagerstruktur

Die Lagerstruktur ist der zentrale Baustein für eine funktionierende Intralogistik. Sie beeinflusst direkt die Effizienz von Warenein- und -ausgang, Kommissionierung und Bestandsführung. Ziel ist es, Wege zu verkürzen, Flächen optimal zu nutzen und Fehler bei der Einlagerung zu vermeiden. Dabei geht es nicht nur um Regale und Lagerplätze, sondern um ein durchgängiges System.

Ein Lager gliedert sich in verschiedene Lagerzonen. Typische Zonen sind Wareneingang, Pufferlager, Kommissionierbereich, Versandzone und Retourenlager. Die richtige Reihenfolge dieser Zonen spart Zeit und reduziert unnötige Wege. Gleichzeitig sorgt sie für einen reibungslosen Materialfluss. Wichtig ist, dass die Lagerstruktur auf den Materialfluss und das Warenvolumen abgestimmt ist.

Auch das Lagerlayout ist entscheidend. Dabei werden Wege, Regalzeilen und Stellflächen geplant. Kurze Wege und klare Strukturen erleichtern den Arbeitsalltag. Eine chaotische Lagerstruktur führt dagegen zu Suchzeiten und Fehlern. Daher sind Übersichtlichkeit und klare Beschriftungen essenziell.

In der Praxis wird oft zwischen statischer und dynamischer Lagerstruktur unterschieden. Bei der statischen Struktur hat jeder Artikel einen festen Platz. Die dynamische Struktur dagegen erlaubt flexible Platzzuweisung. Letztere ist effizienter, setzt aber eine gute Software voraus.

Ein weiterer Faktor ist die Artikelstruktur. Häufig benötigte Artikel sollten in der Nähe der Kommissionierung gelagert werden. Schwergewichtige oder sperrige Güter brauchen spezielle Lagerplätze. Auch Gefahrstoffe müssen sicher und gesetzeskonform gelagert werden. Die Lagerstruktur muss also verschiedene Anforderungen gleichzeitig erfüllen.

Wichtig ist zudem die IT-Unterstützung. Moderne Lagerverwaltungssysteme (LVS) ermöglichen die digitale Abbildung der Lagerstruktur. Sie unterstützen bei Platzzuweisungen, Bestandspflege und Nachverfolgung. So entsteht Transparenz – ein wichtiger Faktor für schnelle Reaktionszeiten.

Eine gute Lagerstruktur wächst mit dem Unternehmen. Sie sollte flexibel genug sein, um bei Bedarf erweitert oder angepasst zu werden. Auch saisonale Schwankungen oder neue Produktgruppen erfordern manchmal eine Umstrukturierung. Daher ist eine regelmäßige Analyse und Optimierung der Lagerstruktur ratsam.

Fehler in der Lagerstruktur kosten Geld. Sie führen zu langen Suchzeiten, Engpässen und Verzögerungen im Versand. Eine kluge Struktur dagegen spart Personalzeit, reduziert Laufwege und erhöht die Lagerleistung. Langfristig zahlt sich die Investition in eine durchdachte Lagerstruktur immer aus.

Typische Begriffe, die im Kontext der Lagerstruktur verwendet werden, sind: GüterbeförderungLadestelleRoutenplanung und Sendung

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