Spezialtransporte bezeichnen die Beförderung von Gütern, die aufgrund ihrer Abmessungen, ihres Gewichts oder besonderer Eigenschaften nicht mit Standardfahrzeugen transportiert werden können. Sie erfordern spezielle Genehmigungen, Ausrüstung und häufig eine genaue Routenplanung.
Ein Spezialtransport kommt immer dann zum Einsatz, wenn ein Transportgut nicht den Normmaßen entspricht. Das betrifft etwa besonders große, schwere oder empfindliche Objekte. Beispiele sind Windkraftanlagen, Bagger, Industrieanlagen oder sogar komplette Fertighäuser.
Der Ablauf beginnt mit der Analyse der Ladung: Wie schwer ist sie? Wie groß? Welche Anforderungen gelten? Basierend darauf werden passende Fahrzeuge wie Tieflader, Telesattel oder Modulfahrzeuge ausgewählt. Auch die Route muss im Vorfeld geprüft und genehmigt werden. Hierbei spielen Brückenhöhen, Straßenzustände und Verkehr eine große Rolle.
Für den Spezialtransport sind Genehmigungen durch Behörden nötig. Diese regeln, wann und wo der Transport fahren darf – oft nur nachts oder mit Polizeibegleitung. Begleitfahrzeuge (BF2, BF3, BF4) sichern die Strecke zusätzlich ab. In manchen Fällen sind auch Ampelabschaltungen oder Straßensperrungen erforderlich.
Durch GPS-Tracking und moderne Telematiksysteme lassen sich Spezialtransporte heute in Echtzeit verfolgen. Das schafft Transparenz und Sicherheit für Auftraggeber und Disponenten. Auch Umweltaspekte gewinnen an Bedeutung – etwa durch Routenoptimierung oder den Einsatz emissionsarmer Fahrzeuge.
Typische Begriffe, die im Kontext des Spezialtransports verwendet werden, sind: ADR-Transport, Frigotransport, Überhang, LKW Spedition und Warntafel
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