Ein ISO-Container (oft auch als Seecontainer oder Überseecontainer bezeichnet) ist ein standardisierter Großbehälter, der primär für den weltweiten Transport von Gütern auf Containerschiffen, der Eisenbahn und im gewerblichen Güterkraftverkehr (Lkw) eingesetzt wird. Die Spezifikationen, Abmessungen, Mindestbelastbarkeiten und Kennzeichnungen dieser Behälter sind durch die International Organization for Standardization (ISO) – genauer in der Normenreihe ISO 668 – global einheitlich geregelt.
Diese weltweite Standardisierung revolutionierte Mitte des 20. Jahrhunderts die gesamte globale Logistikkette. Da jeder ISO-Container über identische Eckbeschläge (sogenannte Corner Castings) verfügt, lässt er sich im intermodalen Verkehr nahtlos und ohne Zeitverlust zwischen verschiedenen Verkehrsträgern umschlagen.
Obwohl es eine Vielzahl von Spezialcontainern gibt, dominieren zwei Standardgrößen den weltweiten Speditionsalltag: der 20-Fuß-Container und der 40-Fuß-Container. Für besonders voluminöse Frachten kommen zudem die sogenannten High-Cube-Container (HC) zum Einsatz, die sich durch eine größere Innenhöhe auszeichnen.
Wichtig für Lkw-Transporte: Obwohl ISO-Container theoretisch extrem hohe Lasten tragen können, müssen beim Straßentransport im Nachlauf immer die gesetzlichen Gewichtsgrenzen für Nutzfahrzeuge in Deutschland (standardmäßig maximal 40 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht für den gesamten Lkw-Zug) strikt beachtet werden.
Jeder für den internationalen Transport zugelassene ISO-Container trägt eine weltweit eindeutige Identifikationsnummer, die von der europäischen Registrierungsstelle Bureau International des Containers (BIC) vergeben wird. Diese Nummer besteht standardmäßig aus:
Drei Buchstaben: Dem Eigentümer-Code (Prefix).
Einem vierten Buchstaben: Dem Produktgruppenschlüssel (meist "U" für alle Frachtcontainer).
Sechs Ziffern: Der fortlaufenden Seriennummer des Herstellers.
Einer Kontrollziffer: Zur Verifizierung der korrekten Datenübermittlung.
Zusätzlich bürgt die sogenannte CSC-Plakette (International Convention for Safe Containers) an der linken Containertür dafür, dass der Behälter den internationalen Sicherheitsprüfungen entspricht und stapelbar ist.
Die gängigsten ISO-Container haben eine Breite von 2,438 m und eine Höhe von 2,591 m. Die Länge variiert typischerweise zwischen 20 Fuß (6,058 m) und 40 Fuß (12,192 m).
ISO steht für "International Organization for Standardization". Diese Organisation legt die Normen für Container fest, um eine weltweite Standardisierung und Kompatibilität zu gewährleisten.
In einen 20-Fuß-ISO-Container passen etwa 11 Europaletten, während ein 40-Fuß-Container Platz für etwa 23-25 Europaletten bietet. Die genaue Anzahl kann je nach Ladungsanordnung und Gewichtsverteilung variieren.
Binnencontainer, auch als Wechselbehälter bekannt, sind etwas breiter als ISO-Container und speziell für den europäischen Markt konzipiert. Sie sind auf das Beladen mit Europaletten ausgelegt, während ISO-Container weltweit standardisiert sind und primär für den internationalen Seeverkehr verwendet werden.