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Leerfahrt: Definition und Beispiele

Was bedeutet Leerfahrt?

Eine Leerfahrt bezeichnet eine Fahrt eines Transportmittels ohne Güterladung. Sie stellt einen wirtschaftlichen und ökologischen Nachteil für Speditionen dar.

Warum Leerfahrten ein Problem sind

Leerfahrten sind wirtschaftlich ineffizient. Lkw, Transporter oder Züge, die ohne Fracht fahren, verbrauchen dennoch Diesel, Zeit und Personalressourcen. Die Auslastung der Transportkapazitäten ist bei einer Leerfahrt gleich null – bei vollen Betriebskosten.

Für Speditionen bedeutet das direkte Einbußen beim Gewinn. Denn sie erhalten für Leerfahrten keine Vergütung. Hinzu kommen indirekte Kosten wie verschleißbedingte Reparaturen, Mautgebühren oder CO₂-Abgaben. Auch gesetzliche Lenk- und Ruhezeiten werden in leerem Zustand verbraucht – ein weiterer Nachteil.

Im Alltag lassen sich Leerfahrten nicht immer vermeiden. Gerade bei Einwegtransporten, etwa Möbel- oder Maschinentransporten, ist eine Rückfahrt ohne Ladung oft unvermeidlich. Dennoch lohnt es sich, die Leerfahrten möglichst zu minimieren.

Speditionen setzen daher auf Tourenplanung, intelligente Software und Kooperationen mit anderen Transportdienstleistern. Ziel ist eine optimierte Routenführung und die möglichst vollständige Auslastung der Fahrzeuge in beide Richtungen.

Ein weiteres Mittel sind Frachtenbörsen. Diese digitalen Plattformen vermitteln freie Laderaumkapazitäten und helfen, Rückladungen zu finden. Auch Spediteure profitieren, wenn sie Leerfahrten gezielt mit kurzfristigen Aufträgen füllen können.

Leerfahrt kurz & knapp erklärt

  • Eine Leerfahrt ist eine Fahrt ohne Fracht, meist nach einer Entladung.
  • Sie verursacht Kosten, ohne Einnahmen zu bringen.
  • Leerfahrten belasten Umwelt, Personal und Fahrzeuge.
  • Digitale Tools und Kooperationen helfen, sie zu vermeiden.
  • Wer Leerfahrten reduziert, spart Geld und stärkt seine Wettbewerbsfähigkeit.

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