Der Überhang im Straßenverkehr beschreibt den Teil eines Fahrzeugs, der über die Radstände hinaus nach vorne oder hinten hinausragt. Er beeinflusst insbesondere das Fahrverhalten in Kurven, beim Rangieren und bei engen Platzverhältnissen.
Der Überhang spielt eine zentrale Rolle im Straßenverkehr, vor allem bei großen Fahrzeugen wie Lastkraftwagen, Bussen, Wohnmobilen oder Anhängern. Er kann vorne, hinten oder sogar beidseitig auftreten. Der hintere Überhang ist besonders kritisch, da er beim Abbiegen weit ausschwenken kann. Dieser Schwenkbereich wird häufig unterschätzt.
Fahrer müssen den Überhang kennen, um Kollisionen mit Gegenständen, Fahrzeugen oder Personen zu vermeiden. Vor allem beim Einbiegen in enge Straßen oder beim Rangieren in Städten kann ein großer Überhang gefährlich werden. Auch für Fußgänger oder Radfahrer besteht hier ein erhöhtes Risiko. Selbst beim Halten oder Parken muss der Überhang berücksichtigt werden.
Technisch gesehen ist der Überhang der Abstand vom Radmittelpunkt der Vorder- oder Hinterachse bis zur äußersten Kante des Fahrzeugs. In der Fahrschulausbildung ist der Begriff ein zentrales Thema. Auch bei der Zulassung und Konstruktion von Fahrzeugen wird der Überhang berücksichtigt, da er gesetzlich begrenzt sein kann.