Im Transportwesen und der Speditionslogistik ist die Entladestelle (auch Entladeort genannt) der vertraglich vereinbarte Ort, an dem die Fracht vom Transportfahrzeug (Lkw, Transporter) abgeladen und physisch übergeben wird. Sie ist das finale Glied der Transportkette und bildet das Gegenstück zur Beladestelle.
Die genaue Bezeichnung und Beschreibung der Entladestelle im Frachtbrief oder CMR ist für den reibungslosen Ablauf essenziell, da Missverständnisse hier zu teuren Verzögerungen, Fehlleitungen oder Wartezeiten führen können.
In der Praxis werden die Begriffe „Entladestelle“ und „Empfänger“ oft fälschlicherweise als Synonyme verwendet. Aus rechtlicher und logistischer Sicht gibt es jedoch einen entscheidenden Unterschied:
Der Empfänger: Ist der rechtliche Vertragspartner (z. B. der Käufer der Ware), der im Frachtbrief namentlich genannt ist und an den die Rechnung gestellt wird.
Die Entladestelle: Ist der rein geografische und physische Ort der Warenübergabe. Ein Empfänger kann mehrere Entladestellen haben (z. B. Werk 1, Außenlager oder eine Großbaustelle).
Der Lkw erreicht die Entladestelle im vereinbarten Zeitfenster (Time Slot) oder nach telefonischer Avisierung.
Physisches Abladen der Ware via Rampe, Gabelstapler oder fahrzeugeigener Hebebühne.
Sichtprüfung auf Transportschäden und Vollständigkeit. Quittierung auf dem Frachtbrief (Abliefernachweis/POD).
Falls vereinbart, erfolgt an der Entladestelle der direkte Tausch von Europaletten oder Gitterboxen.
Das deutsche Handelsgesetzbuch (HGB) regelt klar, wer an der Entladestelle für welche Aufgaben zuständig ist. Eine Missachtung dieser Regeln führt im Schadensfall oft zu rechtlichen Auseinandersetzungen.
Damit Transportkosten kalkulierbar bleiben und der Lkw zügig entladen werden kann, muss die Entladestelle bestimmte Voraussetzungen erfüllen:
Befahrbarkeit: Die Zuwegung muss für die gebuchte Lkw-Klasse (z. B. 12-Tonner oder 40-Tonner-Sattelzug) ausgelegt und frei von Gewichtsbeschränkungen oder extremen Engpässen sein.
Infrastruktur: Ist keine Laderampe oder kein Gabelstapler an der Entladestelle vorhanden, muss bei DAGO Express zwingend die Option „Lkw mit Hebebühne / Hubwagen“ gewählt werden.
Ansprechpartner: Es muss zu den vereinbarten Servicezeiten geschultes Personal vor Ort sein, welches die Fracht entgegennehmen und rechtsverbindlich quittieren darf.
Typische Begriffe, die im Kontext der Entladestelle verwendet werden, sind: Güterbeförderung, Ladestelle, Routenplanung und Sendung